MAGAZINE

photo poster project | Team-Interview | Fotografien und Menschen begegnen, als würde man Erinnerungen nachspüren – von primmims | ISSUE #268

By cizucu ·

photo poster project | Team-Interview | Fotografien und Menschen begegnen, als würde man Erinnerungen nachspüren – von primmims | ISSUE #268

cizucu veranstaltet „photo poster project“ auf der ganzen Welt. Allein durch das Veröffentlichen von Fotografien auf cizucu kann man an einer Fotoposter-Ausstellung teilnehmen und neue Freundschaften mit Fotografinnen und Fotografen schließen, denen man bislang noch nicht begegnet ist.

„photo poster project“ wird gemeinsam mit ehrenamtlichen Teammitgliedern aus verschiedenen Regionen der Welt realisiert. Jedes Teammitglied bringt einen eigenen Hintergrund und persönliche Beweggründe mit und trägt dazu bei, diesen Raum zu gestalten.

Diesmal haben wir mit primmims gesprochen, die als Kreative und Mitglied des Teams in Bangkok, Thailand, aktiv ist.

Bitte stell dich kurz vor!

Ich bin Studentin und studiere Werbung und Markenkommunikation. Schon seit Langem interessiere ich mich für unterschiedliche Kunstformen, weil ich das Gefühl habe, dass jede von ihnen eine eigene Möglichkeit bietet, Emotionen und Erinnerungen zu verstehen und auszudrücken.

Ich fotografiere auf eine unmittelbare Weise und halte dabei Momente aus meinem Alltag fest, an die ich mich erinnern möchte. Für mich ist Fotografie wie ein „visuelles Tagebuch“, in dem ich Erinnerungen, Menschen und Orte sammle, die mir im Laufe der Zeit wichtig geworden sind.

Im Februar 2026 habe ich zum ersten Mal an ppp teilgenommen. Seitdem wirke ich als Teammitglied im Bangkoker Team mit.

Was macht ppp aus deiner Sicht als Teammitglied so besonders?

Ich denke, es ist die Offenheit gegenüber allen Menschen. Unter den Ausstellenden finden sich sowohl professionelle Fotografinnen und Fotografen als auch Menschen, die Fotografie als Hobby betreiben – sie alle bringen ganz unterschiedliche Hintergründe mit.

Gerade weil jeder Mensch einen eigenen Zugang zur Fotografie hat, fließen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Geschichten in die Ausstellung ein. Wenn man Menschen mit solchen Unterschieden in einem physischen Raum begegnet, kann sich die eigene Sichtweise verändern: Man entdeckt neue Ideen und wird mitunter zu unerwarteten Interessen geführt.

Ich glaube, genau dieses Gefühl einer offenen Verbundenheit macht ppp so besonders.

In welchen Momenten bist du besonders froh, Teil des Teams zu sein?

Ich bin besonders froh, zum ppp-Team zu gehören, wenn ich spüre, dass daraus viele bedeutungsvolle Verbindungen entstehen. Bislang hatte ich die Gelegenheit, Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen kennenzulernen – andere Teammitglieder ebenso wie Ausstellende und Besucherinnen und Besucher.

Oft gibt die Fotografie den ersten Impuls für ein Gespräch. Viele dieser Begegnungen reichen jedoch weit über die Fotografie hinaus und entwickeln sich zu echten Freundschaften und Verbindungen.

Hattest du Bedenken, bevor du Teil des Teams wurdest? Und wie war es dann tatsächlich?

Bevor ich Teil des Teams wurde, war ich ziemlich nervös bei dem Gedanken, mit neuen Menschen zu sprechen oder an Gallery Talks teilzunehmen. Da ich keine professionelle Fotografin bin, hatte ich Sorge, weniger Wissen oder Erfahrung als andere mitzubringen.

Als ich dann tatsächlich an der Ausstellung mitwirkte, bemerkte ich jedoch, dass sich die Besucherinnen und Besucher weniger für technische Kenntnisse über Fotografie interessierten als für die Geschichten hinter den Werken.
Unabhängig vom Umfang meiner Erfahrung konnte ich Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen.

Welche Menschen eignen sich deiner Meinung nach für eine ehrenamtliche Mitarbeit?

Ich denke, Menschen, die aufgeschlossen sind und ein aufrichtiges Interesse daran haben, mit anderen in Kontakt zu treten, passen gut in dieses Team. Bei ppp kommen Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Perspektiven und Geschichten zusammen. Deshalb ist die Bereitschaft, anderen zuzuhören, von ihnen zu lernen und sich auf sie einzulassen, besonders wichtig.

Hat sich für dich persönlich etwas verändert, seit du bei ppp mitwirkst?

Seit ich bei ppp mitwirke, richte ich meine Aufmerksamkeit nicht mehr nur auf die Werke selbst, sondern stärker auf die Geschichten, die dahinterstehen.

Durch Gespräche mit Ausstellenden, Besucherinnen und Besuchern sowie anderen Teammitgliedern ist mir bewusster geworden, wie sich die individuellen Erfahrungen und Perspektiven eines Menschen in seinem kreativen Schaffen widerspiegeln. Dadurch besuche ich Ausstellungen und kreative Räume heute mit größerer Neugier, stelle bereitwilliger Fragen und verspüre ein stärkeres Bedürfnis, von anderen zu lernen.

Welche Botschaft möchtest du Menschen mitgeben, die künftig im Team mitwirken möchten?

Anfangs zögerte ich, Teil des ppp-Teams zu werden, weil ich noch nicht viel Erfahrung hatte und befürchtete, Fehler zu machen.
Als ich dann tatsächlich Teil des Teams wurde, erkannte ich jedoch, dass ppp eine wirklich offene Community ist, in der Menschen einander begegnen und unterstützen. Ich habe gelernt, dass aufrichtige Anteilnahme beim Gegenüber häufig ankommt, wenn man den Mut hat, andere anzusprechen.

Der erste Schritt erfordert vielleicht ein wenig Mut. Doch ich glaube, dass genau dieser Schritt zu wertvollen Gesprächen, neuen Freundschaften und unersetzlichen Erfahrungen führen kann.

photo poster project

Empfehlungen der Redaktion