夕日に照らされる古木の森で佇む人物

Ich hatte Fotos eines Fotografen aus dem Fanal Forest gesehen und war sofort fasziniert. Damals besaß ich weder eine Sony Alpha noch hatte ich eine Reise nach Madeira geplant - ein Shooting dort schien unerreichbar. Doch nur wenige Monate später schlug meine Mutter einen Urlaub auf Madeira vor und ich kaufte meine erste professionelle Kamera. Plötzlich passte alles zusammen. Der Fanal Forest gehört zum UNESCO-Welterbe und wirkt mit seinen uralten, verwunschenen Bäumen und dem ständig wechselnden Nebel wie aus einer anderen Welt. Von diesem Shooting hatte ich über ein Jahr lang geträumt. Heute geht es mir beim Reisen weniger um perfekte Planung, sondern darum, den Moment zu erleben. Als wir im Fanal ankamen, war es still, nur Kühe grasten zwischen den Bäumen. Ich zog mich schnell im Auto um und wir begannen zu fotografieren. Die Luft war kalt und feucht, der Boden nass und ich war barfuß unterwegs. Meine Haare lockten sich sofort durch die Luftfeuchtigkeit und die Füße waren schnell eiskalt. Genau das macht Fanal so besonders: Der Nebel verändert die Landschaft ständig. Mal sieht man nur wenige Meter weit, dann öffnen sich plötzlich die Blicke auf die uralten Bäume. Es ist mystisch, unberechenbar und wunderschön. Ich war durchgefroren und klatschnass - aber glücklich. Dieses Shooting hat mich daran erinnert, dass Fotografie nicht von Perfektion lebt, sondern davon, ein Gefühl einzufangen.