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By cizucu ·

Cover photo by 夜寝子
Ein Foto kann nicht nur zeigen, was direkt vor uns liegt, sondern auch die Szene dahinter.
Die Stadt spiegelt sich in einer Fensterscheibe, hinter einer Person gehen andere Menschen vorbei, ein Gebäude ist durch Pflanzen im Vordergrund zu sehen. Treffen Motive aus unterschiedlichen Entfernungen in einem Bild zusammen, entsteht in der eigentlich flachen Aufnahme räumliche Tiefe.
All diese Elemente befinden sich an verschiedenen Orten. Doch in dem Moment, in dem wir auslösen, verbinden sie sich zu einer einzigen Szene.
Deshalb starten wir diesmal eine Hashtag-Challenge unter 〈#layers〉!
Unter 〈#layers〉 suchen wir nach den verschiedenen Ebenen, die sich in einer Szene überlagern.
Eine Person hinter Glas und der darin gespiegelte Himmel, ein Zimmer durch einen Spalt im Vorhang, ein Schatten am Eingang einer Gasse und ein Mensch weiter hinten: Wer bewusst auf Vorder-, Mittel- und Hintergrund achtet, entdeckt selbst an vertrauten Orten mehrere Bildebenen.
Ihr könnt den Vordergrund leicht unscharf lassen und den Blick so zum Motiv dahinter lenken. Oder ihr macht es umgekehrt und hebt die Konturen im Vordergrund vor einer unscharfen Kulisse hervor. Nicht alles muss scharf abgebildet sein. Räumliche Abstände lassen sich auch durch Licht, Farbe und überlagerte Formen vermitteln.
Ob Straße, Natur, Porträt, Architektur oder eine Aufnahme von unterwegs – das Genre spielt keine Rolle. Teilt unter 〈#layers〉 Momente, in denen verschiedene Ansichten oder Zeiten in einem Bild zusammenkommen.
Überlagerungen geben einem Foto nicht nur mehr Tiefe.
Ein Mensch hinter dem Fenster und jemand draußen auf der Straße, ein neues Plakat an einer alten Wand, Spuren des Tages in den Schatten des Abends: Wenn unterschiedliche Orte oder Zeiten in einem Bild zusammentreffen, werden Beziehungen sichtbar, die bei getrennten Aufnahmen nicht entstehen würden.

Foto von dashan a.k.a dz
Es geht nicht darum, möglichst viele Dinge ins Bild zu packen. Entscheidend ist, wie die einzelnen Ebenen zusammenwirken.
Verändert eure Position ein wenig, damit sich Konturen an einer anderen Stelle überschneiden. Sucht nach Unterschieden in Farbe und Helligkeit. Lasst rund um euer Hauptmotiv Hinweise im Bild, die etwas über Ort und Zeit erzählen. Manchmal genügt ein Schritt zur Seite, damit aus verstreuten Elementen eine zusammenhängende Geschichte wird.
Für solche Überlagerungen müsst ihr nicht an einen besonderen Ort fahren. Ihr findet sie überall im Alltag.
Der Innenraum eines Zuges spiegelt sich im Fenster, während draußen die Stadt vorbeizieht, Menschen überqueren eine Kreuzung, im Schaufenster eines Geschäfts treffen verschiedene Motive aufeinander und zwischen Bäumen ist der Himmel zu sehen. Wenn ihr eine vertraute Szene in Vorder-, Mittel- und Hintergrund unterteilt, entdeckt ihr auf jeder Ebene anderes Licht und andere Bewegungen.

Foto von Ryota SAITO
Legt zuerst euer Hauptmotiv fest und schaut dann, was sich davor und dahinter befindet. Geht näher heran, hockt euch hin oder betrachtet die Szene schräg von der Seite. Verändert euren Blickwinkel und sucht nach einer Position, an der mehrere Ebenen stimmig zusammenkommen.
Wenn ihr das nächste Mal draußen fotografiert, konzentriert euch nicht nur auf ein einzelnes Motiv. Nehmt auch die Umgebung davor und dahinter mit ins Bild.
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