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Licht auf dem Heimweg: In 10 Minuten zur stimmungsvollen Aufnahme | Focus #692

By cizucu ·

Licht auf dem Heimweg: In 10 Minuten zur stimmungsvollen Aufnahme | Focus #692

Titelbild von tee you

„Mit einer einzigen Lichtquelle die ganze Stadt einfangen“
Auf dem Heimweg geht es weniger um das Licht selbst, sondern um die „Formen“, die das Licht erschafft.

Leuchtreklame, Automat, Ampel – wählen Sie eine Lichtquelle und achten Sie auf Konturen, Reflexionen auf dem Asphalt und Durchblicke in die Schattenbereiche. Komponieren Sie Ihr Bild ruhig und bedacht. Da helle Bereiche schnell ausbrennen, empfiehlt sich eine leicht unterbelichtete Aufnahme.

Gönnen Sie sich zehn Minuten, um Ihre gewohnte Umgebung einmal ganz bewusst „im Licht“ zu sehen.

Eine einzelne Lichtquelle wählen

Suchen Sie bevorzugt nach Lichtquellen mit Farbe: rote oder grüne Ampeln, bläulich leuchtende Automaten, violette Neonlichter. Farbige Lichter verleihen Ihren Aufnahmen auch vor dunklem Hintergrund eine besondere Atmosphäre.

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Foto von ksk_1990

Der Schlüssel liegt darin, das Motiv am „Rand des Lichts“ zu platzieren. Nicht im hellsten Zentrum, sondern am Übergang, wo das Licht schwächer wird, setzen Sie Personen, Fahrräder, Hände oder den Mantelkragen ins Bild. So entsteht ein Rimlight an den Konturen, während Gesicht und Körper leicht im Schatten versinken – das sorgt für Atmosphäre. Mit dem Smartphone senken Sie die Belichtung, um Überstrahlungen zu vermeiden. Mit der Kamera nutzen Sie Spotmessung nahe der Lichtquelle, um die Highlights zu schützen.

Den Rahmen „dunkel“ gestalten

Nachts reduziert sich die Bildinformation, die Kompositionsstruktur wird umso wichtiger. Ein Geländer im Vordergrund, ein Türrahmen, eine Glasscheibe oder Büsche – dunkle Elemente im Vordergrund schaffen einen „Rahmen im Rahmen“, wodurch das Licht besonders hervorsticht.

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Foto von ⭐︎グッチー⭐︎

Nutzen Sie außerdem die Wirkung von Diagonalen: Platzieren Sie die Lichtquelle in einer Ecke des Bildes und lassen Sie Straßenlinien, Gebäudekanten oder die Bewegungsrichtung von Menschen diagonal verlaufen. Selbst kleine Lichtquellen erhalten so eine starke Präsenz – fast wie ein Zielpunkt. Mit dem Smartphone empfiehlt sich der 0,5x-Weitwinkel, mit der Kamera ist ein 35mm-Objektiv ideal für eine klare Bildgestaltung.

Überstrahlung und Verwacklung gleichzeitig vermeiden

Künstliches Licht brennt schnell aus. Wenn Schrift oder Farben in den hellsten Bereichen zu weißen Flächen verschwimmen, ist es ratsam, die Belichtung um eine Stufe zu reduzieren. Während Sie dunkle Partien nachträglich aufhellen können, lassen sich ausgebrannte Highlights nicht wiederherstellen.

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Foto von Yukihiro

Als Ausgangspunkt gegen Verwacklungen gilt „1/125 Sekunde“. Für unbewegte Motive reicht 1/125 Sekunde, für gehende Personen empfiehlt sich 1/250 Sekunde. Fehlt Licht, gleichen Sie dies über den ISO-Wert aus. Bei Unsicherheit stützen Sie sich an eine Wand oder Säule, atmen ruhig und machen ein Bild. Auch Serienaufnahmen sind nachts eine bewährte Methode.

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