MAGAZINE
MAGAZINE
MAGAZINE
MAGAZINE
By cizucu ·

Das von cizucu weltweit initiierte bietet die Möglichkeit, durch das einfache Einreichen eines Fotos an einer Ausstellung für Fotoposter teilzunehmen und neue Kontakte zu Fotograf:innen aus aller Welt zu knüpfen.
Dieses Mal haben wir mit dem Kreativen Ryo gesprochen, der am photo poster project teilgenommen hat.

Mein Name ist Ryo.
Ich fotografiere leidenschaftlich gern und habe mir meine erste spiegellose Systemkamera gekauft, nachdem ein Freund eine Kamera besaß. Rückblickend war meine allererste Kamera eine Kompaktkamera, die mir meine Großmutter in der Grundschule schenkte.
Heute, als Berufstätiger, halte ich vor allem Outdoor-Erlebnisse und Alltagsszenen mit Freunden fotografisch fest – die Kamera ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.
Es war das erste Mal, dass ich an einer Fotoausstellung teilgenommen habe.
Der Anstoß kam durch eine Einladung von cizucu. Damals dachte ich nicht, dass meine Fotografien das Niveau für eine Ausstellung hätten. Nachdem ich jedoch ein Werk beim von cizucu auf Social Media ausgeschriebenen Wettbewerb eingereicht hatte, wurde es im Magazin veröffentlicht. Die Rückmeldung der Redaktion zu meinem Werk gab mir großes Selbstvertrauen, da meine Fotografie objektiv gewürdigt wurde.
Ich wollte nicht nur meine eigenen Arbeiten präsentieren, sondern auch durch die Werke anderer neue Perspektiven gewinnen – das war letztlich meine Motivation zur Teilnahme.

Zusammengefasst: Es hat sich absolut gelohnt.
Vor der Ausstellung war ich gleichermaßen aufgeregt und nervös, doch vor Ort wurde ich vom Team herzlich empfangen und die Anspannung verflog rasch.
Mit Beginn des Gallery Talks verging die Zeit bis zum Ende der Ausstellung wie im Flug. Ich habe mich mit anderen über die ausgestellten Werke und über Technik ausgetauscht. Durch Einblicke in die Entstehungsgeschichten wurde mir bewusst, wie aus einem »Foto« ein einzigartiges »Kunstwerk« wird.

Eine besondere Überraschung war, wie anders das Foto als A2-Poster im Vergleich zur Ansicht auf Smartphone oder Computer wirkt.
Ich lege beim Bearbeiten stets Wert auf Details, aber erst im Original kommen Nuancen von Farbe und Licht viel feiner zur Geltung als auf Social Media.
Das Poster durfte ich mit nach Hause nehmen – heute hängt es bei mir und bereitet mir große Freude.
Da es meine erste Ausstellung war und das Thema frei gewählt werden konnte, fiel mir die Auswahl schwer. Letztlich habe ich mich kurz vor Einsendeschluss des photo poster project für ein nächtliches Landschaftsfoto entschieden, das ich beim Camping aufgenommen habe.
Durch die Langzeitbelichtung konnte ich das flüchtige Licht eines vorbeifahrenden Zuges einfangen. Das warme Licht des Zeltes, die nächtliche Stadtlandschaft, der ruhig thronende Fuji – mit der Geschichte hinter dem Bild möchte ich mehr als nur »ein schönes Foto« zeigen, sondern eine Atmosphäre vermitteln, als wäre man selbst vor Ort. Deshalb habe ich dieses Bild ausgewählt.
Die Zweifel drehen sich meist um Fragen wie: »Ist mein Foto wirklich gut genug?« oder »Was zeigen die anderen wohl für Bilder?«
Mir ging es genauso.
Beim photo poster project sprechen alle in ihren eigenen Worten über ihre Fotografien. Unabhängig von Erfahrung oder Technik verbindet uns die Leidenschaft für Fotografie.
Der Austausch mit anderen Kreativen erweitert den eigenen fotografischen Horizont. Auch wer nicht gern viel spricht oder einfach mal eine Ausstellung ausprobieren möchte, kann hier allein aus Liebe zur Fotografie teilnehmen – es ist eine Ausstellung, die für alle offen ist.

190 Magazine
Eine Interviewreihe mit den persönlichen Stimmen von Kreativen, die an photo poster project (ppp), der weltweit von cizucu veranstalteten Fotoposter-Ausstellung, teilgenommen haben. Anhand ihrer individuellen Geschichten – von den Beweggründen für ihre Teilnahme bis zu den daraus entstandenen Begegnungen – zeigen wir die Gedanken und Verbindungen, die die ppp-Community zusammenbringen.
