Eine Kältewelle hat ganz Japan erfasst, und vielerorts kam es zu rekordverdächtigen Schneefällen. Ich wünsche allen, die von den Schneemassen betroffen sind, eine rasche Erholung und freue mich zugleich auf das allmähliche Erwachen des Frühlings.
Persönlich habe ich immer nur in Regionen gelebt, in denen Schnee selten ist. Schon ein wenig Schneefall reichte aus, um mich über die Kälte zu beklagen und mich als Schüler lieber ins Haus zurückzuziehen.
Die Schönheit verschneiter Alltagslandschaften oder von Schneekristallen blieb mir lange verborgen, ebenso wie die Freude an den Veränderungen der Natur.
Dass ich als Erwachsener freiwillig in den Norden reise, um Schneelandschaften zu fotografieren, hätte ich nie erwartet. Die Magie, die von der Kamera ausgeht, kann tatsächlich den eigenen Charakter verändern.
In eine noch nie gesehene Welt
Der Auslöser für meinen ersten Kamerakauf war meine erste Auslandsreise.
Damals, als Student, besaß ich bereits ein Smartphone mit guter Bildqualität, aber ich verspürte ein starkes, unerklärliches Verlangen nach einer „richtigen Kamera“ – ohne konkreten Anlass.
Obwohl mein Budget knapp war, erinnere ich mich noch genau an meine erste Kamera und das erste Objektiv.
Um Erinnerungen festzuhalten, hätte das Smartphone völlig ausgereicht. Dennoch wollte ich eine Kamera, weil ich spürte, dass sie mich durch das Fotografieren mit einer „guten Kamera“ in eine noch unbekannte Welt entführen könnte – ein Gefühl von Romantik, das ganz natürlich entstand.
Photo by マサヒデ
Die treibende Kraft des Abenteuers
Seitdem hat mich die Faszination der Fotografie vollkommen gepackt, und ich reise auf der Suche nach immer neuen Motiven. Um Wildtiere oder abgelegene Naturlandschaften zu beobachten, habe ich mich manchmal sogar in Gefahr begeben, um mein Ziel zu erreichen.
Bergtouren, bei denen Ausdauer gefragt ist, oder Situationen, in denen man stundenlang ausharren muss, gehörten ebenso dazu.
Photo by 海獣
All diese Erfahrungen hätte ich ohne die Fotografie als Leidenschaft wohl nie gemacht. Viele davon verdienen es, als echtes Abenteuer bezeichnet zu werden.
Auch wenn Bequemlichkeit oder Angst manchmal im Weg stehen, gibt mir die Kamera die Energie, mich auf neue Abenteuer einzulassen.
Der Wille zur Herausforderung
Selbst hinter einem scheinbar beiläufigen Foto steckt oft ein echtes Abenteuer, das man auf sich genommen hat, um das Bild zu realisieren. Wenn es gelingt, diese Intensität in einem Bild einzufangen, weiß ich, warum ich fotografiere.
Abenteuer bedeutet nicht zwangsläufig Gefahr. Für manche ist es ein Abenteuer, Wildtiere im Schnee zu suchen, für andere, ein Gespräch mit einer unbekannten Person zu beginnen.
Photo by haru_wildlife
Abenteuer ist gleichbedeutend mit Herausforderung und der Neugier, Neues zu wagen. Wenn die Kamera dieses Gefühl in dir weckt, dann folge deinem inneren Antrieb und entdecke neue Welten.







