Seit den Anfängen der Fotografie wurde das Fotografieren von Haustieren zu einem besonderen Ereignis für viele Menschen. Fotografien aus dem frühen 19. Jahrhundert erzählen von der konstanten Zuneigung zu Tieren und dokumentieren zugleich den Fortschritt der fotografischen Technik.
Das weltweit erste Katzenfoto
William Henry Fox Talbot, der als Vater der Fotografie gilt, erfand 1833 das »Negativ-Positiv-Verfahren« und markierte damit einen Wendepunkt in der Geschichte der Fototechnik. Talbot experimentierte mit der Reproduktion verschiedenster Motive und fertigte dabei insbesondere detailreiche Abbildungen von Katzen an. Dies gilt als eines der ersten Ereignisse, bei denen Tiere fotografisch festgehalten wurden.
©National Science and Media Museum | Das weltweit erste Katzenfoto, reproduziert von Talbot
Der treue Hund, der die Belichtungszeit aushielt
Mit dem weiteren Fortschritt der Fototechnik verbreitete sich die Fotografie ab den 1840er Jahren zunehmend in der Gesellschaft. Die bekannte Schriftstellerin Mary Russell Mitford ließ 1847 ein Porträt ihres Hundes anfertigen. Angesichts der damals langen Belichtungszeiten war es sicherlich eine große Herausforderung, den Hund ruhig zu halten. Tatsächlich hielt das Tier mehrere Minuten still. Da das Gesicht jedoch leicht verschwommen ist, hat sich der Ausdruck womöglich doch etwas verändert.
Dieses Ereignis markiert einen denkwürdigen Moment: Zum ersten Mal wurde ein Haustier zum Motiv in einem Fotostudio.
©National Science and Media Museum | Foto von Marys geliebtem Hund. Bei genauerem Hinsehen ist das Gesicht leicht verschwommen.
Ein dankbarer Blick auf das Rind
Der zeitgenössische Fotograf von Talbot, Louis Jacques Mandé Daguerre, fertigte 1842 eine Daguerreotypie eines Rindes an. Auch wenn das Rind kein Haustier im klassischen Sinne ist, lässt sich in diesem Bild eine Form der Dankbarkeit des Menschen gegenüber dem Tier erahnen.
©National Science and Media Museum | Fotografie eines Rindes von Louis. Wirkt das Rind heute vielleicht kräftiger als damals?
Haustiere als Teil alltäglicher Szenerien
Mit der Weiterentwicklung der Kameratechnik wurde die Fotografie zunehmend demokratisiert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als kompakte Kameras verbreitet wurden, tauchten Haustiere auch in Alltagsfotografien auf. Das Gefühl, geliebte Momente mit Haustieren spontan festzuhalten, entstand vermutlich in dieser Zeit.
©The Morgan Library and Museum | Aufnahme aus dem Ersten Weltkrieg.
Historische Aufnahmen von Haustieren sind somit bedeutende Archive innerhalb der Geschichte der Fototechnik. Bis heute zeugen diese Fotografien vom technischen Fortschritt. In jedem einzelnen Bild spiegeln sich die Zuneigung zu Tieren und die Nähe zum menschlichen Alltag wider.
Aktuell veranstaltet cizucu anlässlich des »Weltkatzentags« am 22. Februar einen Fotowettbewerb zum Thema »Tag der Katze«. Die Liebe zu Haustieren ist damals wie heute unverändert – ebenso die Freude, sie fotografisch festzuhalten.
Nutzen Sie diese Gelegenheit, um ein besonderes Bild Ihres treuen Begleiters zu schaffen!
cover image by sato









