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cizucu präsentiert die Preisträger:innen von „The Artificial Glow“ | Challenge #401

By cizucu ·

cizucu präsentiert die Preisträger:innen von „The Artificial Glow“ | Challenge #401

Cover photo by 제로펄슨

Einleitung

„The Artificial Glow“ ist ein globaler Online-Fotowettbewerb, der von cizucu ausgerichtet wird und allen bei cizucu registrierten Kreativen offensteht. Aus den eingereichten Arbeiten werden herausragende Werke kuratiert. Ziel ist es, als Plattform neue Talente zu entdecken und sie zugleich als Community zu fördern.

Das Thema dieses Wettbewerbs lautete „Künstliches Licht“.

Auch wenn die Sonne untergegangen ist und keine Menschen mehr zu sehen sind, bleibt in den Straßen und Städten vielfältiges Licht zurück: der Schein einer Wohnung, der durch einen Vorhangspalt dringt; Leuchtstoffröhren, die einen menschenleeren Bahnhof erhellen; ein spät in der Nacht geöffneter Convenience Store oder eine Straßenlaterne an einem stillen Weg.
Künstliches Licht macht das Leben, die Zeit und die Gegenwart eines Menschen sichtbar, ohne die Person selbst unmittelbar abzubilden.

Zugleich kann das in der Dunkelheit verbliebene Licht menschliche Präsenz spürbar machen und dennoch die Schatten von Abwesenheit und Einsamkeit vertiefen. Gesucht waren Arbeiten, die die Konturen menschlichen Lebens und Handelns herausarbeiten.

Im Folgenden präsentieren wir die eingereichten und ausgezeichneten Arbeiten.

Eingereichte Arbeiten

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Foto von 제로펄슨

제로펄슨

cizucu-Redaktion
Die rot konturierten Hochhäuser wirken, als würde die gewaltige, im Inneren der Stadt angestaute Hitze in die nächtliche Dunkelheit entweichen. Das Licht erscheint weniger als Dekoration der Gebäude denn als verwandelte Form der Arbeit, der Begierden und der Lebensenergie all jener Menschen, die sich dort versammeln. Spürbar wird die Körperwärme einer Stadt, die wie ein riesiger Organismus pulsiert.

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Foto von mumei ksm

mumei ksm

📷 Canon EOS 6D Mark II

cizucu-Redaktion
Rotes und blaues Licht durchzieht den Raum und verleiht selbst den Schwingungen der Musik und der Energie des Publikums Kontur. Um die in der Mitte auftretende Person wirbeln die Farben und steigern die Euphorie dieses Moments. Es ist, als nähme uns das Licht bei der Hand und führe uns mitten hinein in den Lärm des Live-Clubs.

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Foto von Yudai Fujisawa

Yudai Fujisawa

cizucu-Redaktion
Das tiefe Blau des schwindenden Tageslichts trifft auf den Schein, der aus dem Ladeninneren fällt. Dazwischen leuchtet das Schild des Friseursalons und lässt in der Stadt bei Dämmerung mehrere Farbschichten entstehen. Indem der Blick auf etwas gerichtet und der Auslöser betätigt wird, das gerade wegen seiner alltäglichen Präsenz unserem Bewusstsein entgleitet, verwandelt sich eine gewöhnliche Straßenecke in eine prägnante Szenerie.

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Foto von Boon Chew Low 汶洲 劉

Boon Chew Low 汶洲 劉

cizucu-Redaktion
Die geglättete Fahrbahn, die in regelmäßigen Abständen aufgereihten Straßenlaternen und die Wegweiser: Obwohl dieser Ort eindeutig von Menschen gestaltet wurde, scheint man, je weiter man dem orangefarbenen Licht auf der Straße folgt, nicht tiefer in die Stadt vorzudringen, sondern sich einer Welt zu nähern, die außerhalb jeder menschlichen Präsenz liegt. Obwohl der Weg einer künstlich geschaffenen Ordnung folgt, entsteht das Gefühl, aus den Koordinaten der Wirklichkeit herauszugleiten.

Ausgezeichnete Arbeiten

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Foto von scottieblur

scottieblur

cizucu-Redaktion
Das Licht der Schilder zerfließt in Unschärfe und löst sich in der Straße auf. Der vom Licht durchsetzte, verschwommene Rauch vermittelt sogar die auf der Haut haftende Luft, die Hitze vor den Geschäften und die Stimmen unsichtbarer Menschen. Licht, Rauch und Silhouetten vermischen sich in der feuchten Atmosphäre zu einer Einheit; es scheint, als bewahre die Aufnahme selbst die Luftfeuchtigkeit dieser Stadtnacht.

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Foto von 제로펄슨

제로펄슨

cizucu-Redaktion
Das Licht der Stadt steht allen gleichermaßen offen, doch die Zeit, in der man es betrachtet, gehört jedem Menschen allein. Selbst das grandiose Lichtermeer wird schließlich Teil einer persönlichen Erinnerung. Vielleicht wartet diese Person inmitten des blendenden Scheins darauf, dass die eigenen Gedanken wieder Kontur annehmen – während sie das Heute und das Kommende, unausgesprochen, jenseits des Lichts ablegt.

Zum Abschluss

Wie haben Ihnen die Arbeiten gefallen?
Sie führen uns vor Augen, dass künstliches Licht nicht nur die Stadt erhellt, sondern auch der dort verdichteten menschlichen Wärme, der Stille und den Erinnerungen Kontur verleiht. Wenn Sie das nächste Mal Ihren Blick auf ein nächtliches Licht richten, stellen Sie sich vor, für wen es leuchtet und welche Zeit es trägt.

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