Das von cizucu weltweit veranstaltete „photo poster project“ ist eine Fotoposter-Ausstellung, an der man teilnehmen kann, indem man einfach eine Stadt und einen Termin auswählt.
Dieses von uns kurz ppp genannte Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der alle ihre eigenen Geschichten in einem geschützten Rahmen teilen können, und zugleich eine Gelegenheit, Kreativen aus aller Welt im realen Leben zu begegnen.
Diesmal haben wir mit der Kreativen tomoyo über ihre Teilnahme am „photo poster project“ gesprochen.

Bitte stell dich kurz vor!
Ich bin tomoyo und lebe in Higashihiroshima in der Präfektur Hiroshima.
Ich liebe Blumenfelder und das Meer. An sonnigen Tagen fahre ich zu den Blumenfeldern von Sera oder ans Meer, um zu fotografieren.
Als „hit Hiroshima Tourism Ambassador“ – eine Botschafterin, die jeder werden kann, der Hiroshima liebt – vermittle ich die besonderen Reize Hiroshimas.
Was hat dich zur Teilnahme bewegt?
Ich hatte bereits die Ausstellungen im „ONOMICHI U2“ in Onomichi sowie zuvor bei „ART BORN HIROSHIMA“ besucht, weil Freunde von mir dort ausgestellt hatten.
Dadurch kannte ich den Ablauf bereits ungefähr. Besonders spannend fand ich, dass die Werke durch die Gallery Talks der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler an Tiefe gewannen. Vor allem aber bereitete mir der Austausch mit den anderen Beteiligten große Freude.

Da ich wiederholt zur Teilnahme eingeladen worden war und erfuhr, dass auch Bekannte mitmachen würden, entschloss ich mich schließlich dazu.
Wie war es, tatsächlich teilzunehmen?
Am meisten Freude bereitete mir der Austausch mit den vielen ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern.
Mit vielen von ihnen hatte ich zuvor nur über „Instagram“ Kontakt. Doch hier lernte ich zunächst ihre Werke und dann die Menschen hinter der Kamera kennen, konnte ihren Gedanken und Emotionen nachspüren und mich persönlich mit ihnen austauschen. Diese Abfolge, die soziale Medien so nicht ermöglichen, empfand ich als ausgesprochen bereichernd.

Das Schönste war, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die meine Begeisterung für Kameras und Fotografie teilen. Zu erleben, wie daraus ein immer größerer Kreis neuer Kontakte entsteht, hat mich sehr glücklich gemacht.
Warum hast du gerade dieses Werk ausgewählt?
Ich wollte zeigen, dass auch Hiroshima viele wunderbare Seiten zu bieten hat. Deshalb wählte ich ein Werk, das den besonderen Reiz meiner Heimat Higashihiroshima in sich vereint.

Die Aufnahme entstand im Shōfukujiyama-Park in Akitsu, Higashihiroshima – einem Ort zur Kirschblütenschau, den ich jedes Jahr besuche und von dem aus man die Kirschblüten gemeinsam mit der Seto-Inlandsee sehen kann. In diesem Jahr war das Meer so blau und schön, dass die Aufnahme keinerlei Retusche benötigte.
Es ist zugleich ein Ort, den eine Freundin aus dem Ausland einmal allein mit dem Bus besucht hat. Seitdem sagen wir uns: „Beim nächsten Mal fahren wir gemeinsam hin.“ Auch diese kleine persönliche Geschichte verbindet mich mit diesem Ort.
Für alle, die noch überlegen, am photo poster project teilzunehmen
Wenn ihr über eine Teilnahme nachdenkt, bedeutet das meiner Meinung nach bereits, dass ihr eigentlich ausstellen möchtet. Traut euch und macht den ersten Schritt.

Es ist eine wunderbare Fotoausstellung, bei der der Austausch mit den Teilnehmenden viel Freude bereitet und der Kreis fotografiebegeisterter Menschen stetig wächst.
Das Poster kann man anschließend mit nach Hause nehmen und im eigenen Zimmer aufhängen.


