„find new pieces“ ist ein Entdeckungsprojekt, das aus den unzähligen auf Threads veröffentlichten Werken herausragende Talente aufspürt und ihre künstlerische Qualität in unserem Magazin präsentiert. Jede Ausgabe widmet sich einem eigenen Thema und versammelt dazu passende Arbeiten aus aller Welt, um noch unentdeckten Talenten – den „new pieces“ – zu begegnen.
So kannst du teilnehmen
Auf dem Threads-Kanal von cizucu erscheint immer wieder spontan ein fotografisches Thema.
Antworte darauf einfach mit deiner Aufnahme, die zu diesem Thema passt.
Es gibt nur eine Teilnahmebedingung: Folge cizucu in den sozialen Medien 💙
Aus allen eingereichten Arbeiten trifft die cizucu-Redaktion eine Auswahl.
Die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler werden anschließend von uns benachrichtigt!
Diesmal stellen wir elf Werke aus einer Vielzahl von Einreichungen aus aller Welt vor.
Entdecken wir gemeinsam diese außergewöhnlichen Arbeiten, in denen jeweils ganz eigene Perspektiven und Sensibilitäten zum Ausdruck kommen.
„cinema“
Kino entsteht aus Licht und Schatten, aus dem lautlosen Nachhall eines Augenblicks und aus einem flüchtigen Blick.
Die Geschichten, die sich auf der Leinwand entfalten, leben still auch in unserem Alltag weiter.
Die Rückenfigur eines Menschen an einer Straßenecke, das Licht, das durch ein Fenster fällt, der Asphalt nach einem Regenschauer.
Selbst beiläufige Szenen können durch die Wahl des Ausschnitts wie eine Einstellung aus einem Film erscheinen.
Eine Fotografie hält nicht allein das Ereignis selbst fest. Auch die Atmosphäre davor und danach sowie noch unerzählte Geschichten beginnen sich in der Vorstellung der Betrachtenden zu entfalten.
Zeige uns eine Szene aus einer einzigartigen Geschichte – eingefangen aus deiner ganz persönlichen Perspektive.
new pieces

Foto: Giarti
Giarti
💙 01
cizucu-Redaktion
Der schwere Abendhimmel und der Strom von Motorrädern, der die Straßen erfüllt, verdichten sich zu einer Spannung, die mitten im Alltag wie eine Filmszene aufscheint. Die zentral platzierte Rückenfigur zieht die Betrachtenden behutsam in das Geschehen hinein und lässt eine Geschichte darüber entstehen, wohin dieser Mensch unterwegs sein mag. Die vielschichtigen Stromleitungen, das geschäftige Rauschen der Stadt und selbst die Silhouetten der fernen Gebäude scheinen sich in dieser eindrucksvollen Arbeit als Erinnerung an eine Metropole einzuschreiben.

Foto: Kaizo
Kaizo
💙 02
cizucu-Redaktion
Die Rückenfiguren zweier Menschen, die in einem dunklen Ausstellungsraum auf eine lichtdurchflutete Leinwand blicken, machen die Erfahrung des Filmschauens selbst auf stille Weise sichtbar. Die stark geneigte Komposition, der im Schatten versinkende Raum und der Kontrast des gelben Lichts scheinen die Grenze zwischen Realität und Erzählung aufzulösen. In den beiden wortlos nebeneinandersitzenden Personen klingt die Vorstellung nach, dass sie zwar dieselbe Szenerie betrachten, dabei jedoch jeweils ganz eigene Erinnerungen und Gefühle in sich tragen.

Foto: wannya1529
wannya1529
💙 03
cizucu-Redaktion
Inmitten eines weitläufigen Blaus vermitteln der kleine, schwebend wirkende Mond, die verschneiten Berge und die am unteren Bildrand nur knapp sichtbare menschliche Figur das Gefühl einer stillen Erzählung. Der großzügige Negativraum lässt selbst die Kälte, die Klarheit der Luft und das langsame Verstreichen der Zeit spürbar werden. Auch die Filmkörnung und die eingeblendete Datumsanzeige wirken wie Fragmente einer fernen Erinnerung und hinterlassen einen nostalgischen, poetischen Nachhall.

Foto: Yi-Hsuan Lin
Yi-Hsuan Lin
💙 04
cizucu-Redaktion
Das Motorrad, das sich durch den heftig niederprasselnden Regen bewegt, vergegenwärtigt eindringlich die feuchte Atmosphäre und die Spannung der nächtlichen Stadt. Das Licht der Straßenlaternen zerfließt in den Regentropfen und versetzt das gesamte Blickfeld in Bewegung, sodass die reale Szenerie zugleich wie eine Sequenz aus einem Traum erscheint. Das rote Rücklicht im Zentrum bündelt die Komposition und verleiht diesem flüchtigen Moment zwischen Dunkelheit und Licht eine ausgeprägte Dramatik.

Foto: いいくら
いいくら
💙 05
cizucu-Redaktion
Im Zentrum dieser stillen Aufnahme steht ein Gipfelschild, umgeben von einem weiten, blassen Himmel und der ausgeprägten Textur des felsigen Geländes. Das einzelne Schild im großzügigen Negativraum markiert zwar das Ziel einer Reise, wirkt zugleich aber wie der Eingang zu einer Zeit, die noch weiterführt. Die sanften Farbabstufungen und die Schwere der Felsen im Vordergrund treten in einen spannungsvollen Dialog und lassen in der Ruhe der Landschaft auch die Erinnerung an den zurückgelegten Weg spürbar werden.

Foto: Inlovewithdotdotdot
Inlovewithdotdotdot
💙 06
cizucu-Redaktion
Die Bewegungsunschärfe des vorbeifahrenden Zuges und die nur für einen Augenblick im Fenster erkennbare Figur zeichnen ein eindrucksvolles Bild von der Geschwindigkeit und Einsamkeit urbaner Zeit. Blaues und violettes Licht umhüllt die gesamte Komposition und verwandelt die alltägliche Bahnhofsszene in eine futuristische, filmische Sequenz. Das Vorüberziehende trifft auf einen Blick, der an Ort und Stelle verharrt. Aus diesem ästhetischen Kontrast entwickelt die Arbeit ihre Erzählung im flüchtigen Moment.

Foto: 혜다
혜다
💙 07
cizucu-Redaktion
Die in sanftes Licht getauchten Gräser und Blüten sowie die behutsame Bewegung der ausgestreckten Hand sind wie eine stille Erinnerung festgehalten. Indem die Arbeit nicht das gesamte Motiv zeigt, sondern sich auf die Hand konzentriert, eröffnet sie auf natürliche Weise einen imaginären Raum für die Zeit und die Gefühle vor und nach diesem Augenblick. Die blasse Farbigkeit und geringe Schärfentiefe bringen die Zartheit der Berührung und das gleißende Licht eines Sommernachmittags behutsam zur Geltung.

Foto: Joe Clementi
Joe Clementi
💙 08
cizucu-Redaktion
Die in einem salonähnlichen Raum aufgereihten Personen erscheinen von einer eigentümlichen Stille umgeben. Durch die monochrome Gestaltung treten die Oberflächen von Stühlen, Spiegeln und Geräten deutlich hervor, sodass die Alltagsszene zugleich an ein Bühnenbild erinnert. Die Komposition mit ihrem großzügigen Negativraum fängt die Atmosphäre des Wartens und des Schweigens präzise ein und regt die Betrachtenden dazu an, vielfältige Geschichten zu imaginieren.

Foto: Jon Jerryl
Jon Jerryl
💙 09
cizucu-Redaktion
Die hinter nassem Glas verschwimmenden Silhouetten und Lichter verwandeln das geschäftige Treiben der Stadt in eine abstrakte Bildwelt. Die Schrift im Vordergrund und die diagonal verlaufenden Linien verleihen der Komposition eine markante Struktur und lassen die Präsenz der dahinterliegenden Figuren noch unbestimmter und eindringlicher erscheinen. Gerade weil nichts eindeutig erkennbar ist, weckt die Arbeit den Wunsch, sich die dort vergehende Zeit, die Gespräche und den vorüberziehenden Alltag vorzustellen.

Foto: mrkm
mrkm
💙 10
cizucu-Redaktion
Die farbigen Lichter, die aus der Dunkelheit hervortreten, lassen die urbane Nacht wie ein Fragment der Erinnerung erscheinen. Durch die bewusste Unschärfe verliert die konkrete Szenerie ihre Konturen, während Rhythmus und Temperatur des Lichts selbst in den Vordergrund rücken. Die einander überlagernden Lichtkreise und das gitterartige Muster erzeugen den Nachhall einer nächtlichen Stadtansicht, die wie durch eine Leinwand betrachtet wird, und laden still zur Imagination ein.

Foto: Black_GR
Black_GR
💙 11
cizucu-Redaktion
Besonders eindrucksvoll ist die Rückenfigur, die sich wie von rotem Licht geleitet durch eine unterirdische Passage bewegt. Die nahezu symmetrische Komposition und das gedämpfte Licht erzeugen eine Spannung, die an den Beginn oder das Ende einer Erzählung erinnert. Geschlossene Rollläden, Leitsysteme und die räumliche Tiefe des in die Ferne führenden Korridors lassen Einsamkeit und Erwartung während eines Übergangs still hervortreten.
Zum Abschluss
Wie haben euch die Arbeiten gefallen?
Das Thema „cinema“ lässt uns in Licht und Schatten, Komposition, Farbigkeit und Negativraum Geschichten erahnen, die noch nicht erzählt wurden. Die diesmal eingereichten Werke vermitteln eine Atmosphäre, als sei eine einzelne Einstellung aus einem Film herausgelöst worden: die spürbare Präsenz ihrer Figuren und einen imaginären Raum, der über den dargestellten Augenblick hinausführt.
Noch unentdeckte Talente – die „new pieces“ – sichtbar zu machen, ist die Aufgabe, die wir mit diesem Projekt erfüllen möchten. Wir hoffen, dass es deiner künstlerischen Ausdrucksform neue Möglichkeiten eröffnet, noch mehr Menschen zu erreichen und zu berühren.
Freut euch auch auf das nächste Thema.
Folgt cizucu auf unseren Social-Media-Kanälen und bleibt gespannt 💙

