cizucu veranstaltet weltweit Foto-Poster-Ausstellungen, bei denen man einfach Stadt und Datum wählen und teilnehmen kann: das .
Das von uns als ppp bezeichnete Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine eigene Geschichte sicher teilen kann, und eine Gelegenheit, sich im realen Leben mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.
Dieses Mal haben wir mit der Künstlerin Jung Maum gesprochen, die am teilgenommen hat.

Bitte stellen Sie sich vor!
Hallo, ich bin Jung Maum und arbeite zwischen Busan und Japan. Mein Name stammt vom japanischen Wort „kokoro“ (Herz), da ich mit Herzblut dokumentieren möchte.
Als Kamerafrau für Videoproduktionen habe ich bei Events gearbeitet und so auch Interesse an der Fotografie entwickelt. Anfangs haben mich Landschaften und Farben fasziniert, doch zunehmend zog es mich zur Porträtfotografie. Ich liebe japanische Filme und fotografiere sowohl mit koreanischen als auch japanischen Protagonist:innen.
Ich möchte weiterhin zwischen Busan und Japan reisen und Fotos machen, die an Filmszenen aus dem japanischen Kino erinnern.
Was hat Sie zur Teilnahme bewegt?
Der Anlass für meine Teilnahme war eine Nachricht von cizucu. Da sie aus Japan kam, hatte ich das Gefühl, dass ich immer noch mit Japan verbunden bin, was mich sehr gefreut hat.
Außerdem kannte ich die Plattform bereits durch einen koreanischen YouTuber, den ich oft schaue, und so wurde mein Interesse geweckt.
Vor allem aber waren die Mitarbeitenden, mit denen ich per DM kommuniziert habe, äußerst freundlich. Die Möglichkeit, Kreative, die ich bisher nur über Instagram kannte, persönlich zu treffen, war besonders reizvoll.
Wie war Ihre Erfahrung bei der Teilnahme?
Ich war schon am Vormittag dabei und hatte nicht das Gefühl, nur eine Ausstellung zu besuchen, sondern gemeinsam mit allen die Ausstellung zu gestalten.
Der Austausch unter den teilnehmenden Kreativen und auch mit dem Team entstand ganz natürlich, die Distanz wurde schnell überwunden. Die Verbindung über die gemeinsame Sprache der Fotografie war leise, aber bedeutungsvoll spürbar.
Warum haben Sie sich für genau dieses Bild entschieden?
Dieses Foto war mein allererster Beitrag auf meinem Foto-Instagram. Damals hatte ich noch wenig Ahnung von Fotografie, bin einfach mit der Kamera rausgegangen und habe zufällig den Moment eingefangen, als sich ältere Menschen verabschiedeten.

Ich habe die Kamera hastig angelegt, war aber so mit den Einstellungen beschäftigt, dass nur dieses eine Bild entstand. Die Szene war im Nu vorbei. Doch in diesem Moment habe ich zum ersten Mal körperlich gespürt: Fotografie hält den Augenblick fest.
Dieses Bild war für mich ein kleiner Mutmacher und der Ausgangspunkt, mit der Fotografie zu beginnen. Auch die erste Ausstellung des in Busan fühlte sich wie ein neuer Anfang an. Deshalb habe ich dieses Foto gewählt – es spiegelt mein jetziges Ich wider.
Für alle, die überlegen, beim photo poster project mitzumachen
Viele verschiedene Kreative nehmen teil. Über die eigenen Fotos zu sprechen und die Geschichten anderer zu hören, ist eine wertvolle Erfahrung für alle, die gestalten.
Ob Smartphone, Film oder Digitalkamera – Technik und Stil sind unterschiedlich, aber vor einem einzigen Bild kreuzen sich Gefühle und Gedanken. Diese Atmosphäre war großartig.
Wer seine Gedanken und Zweifel zur eigenen Fotografie einmal aussprechen oder neue Perspektiven kennenlernen möchte, sollte unbedingt teilnehmen.


