Kreative, die die Fotografie lieben, berichten von ihren Kameras und den Geschichten dahinter. In der „Lieblingskamera“ spiegeln sich individuelle Lebenshaltungen und Wertvorstellungen wider. In dieser Ausgabe der Reihe steht sy im Mittelpunkt, der die Canon EOS 7 bevorzugt.
In den letzten Jahren entdecken immer mehr Menschen die Faszination für klassische Designs, analoge Bedienung und die atmosphärische, leicht unscharfe Bildwirkung von Filmkameras. Doch der Weg zur eigenen analogen Kamera ist für jede Person einzigartig.
sy erzählt diesmal nicht von einer „Kamera, von der er geträumt hat“, sondern von der Geschichte, wie er von seinem Großvater eine „Kamera, mit der man weitermachen möchte“, erhielt.
Canon EOS 7 – Grundlegende Informationen
Die Canon EOS 7 ist eine 35mm Spiegelreflexkamera, die Canon im Jahr 2000 auf den Markt brachte. Mit Funktionen wie Eye-Control-AF und großem LCD-Panel bietet sie eine zeitgemäße Bedienbarkeit und vereint den Komfort einer Digitalkamera mit der analogen Filmtechnik. Zudem ist sie mit dem EF-Bajonett kompatibel, was sie auch für heutige Canon-Nutzer:innen attraktiv macht.
Auf der Suche nach einer „emotionalen“ Filmkamera
Vor fünf Jahren, während meines Studiums, begann ich – inspiriert vom Trend der analogen Fotografie – zu fotografieren.
Damals suchte ich bei einer Filmkamera vor allem nach einem Retro-Look, dem analogen Gefühl des manuellen Filmtransports und dieser gewissen „Emotionalität“, die aus leicht unscharfen Bildern entsteht.

Foto von sy
Mein Großvater war früher Kamerahändler, daher gab es zu Hause eine riesige Sammlung – ich schätze, etwa 300 Kameras.
Ich bat ihn, mir eine davon zu schenken, und war fest davon überzeugt, dass es eine klassische Filmkamera sein würde.

Foto von sy
Doch tatsächlich gab mir mein Großvater die Canon EOS 7.
Eine andere Kamera als erwartet
Eine Kamera aus dem Jahr 2000, die optisch fast schon an eine Digitalkamera erinnert. Der Filmtransport ist automatisch, sie verfügt über Autofokus und Serienbildfunktion – das Handling ist sehr modern.
Mein Großvater hat sie sicher in bester Absicht ausgewählt, aber ehrlich gesagt war ich zunächst enttäuscht, weil sie nicht meinen Erwartungen entsprach.

Foto von sy
Als jemand, der von analogen Kameras träumte, hatte ich mir etwas Unpraktischeres und Klassischeres vorgestellt.
Aber da ich nicht ablehnen wollte, probierte ich sie aus – und war überrascht, wie benutzerfreundlich sie war.

Foto von sy
Die Belichtung lässt sich bequem über das LCD kontrollieren, und der Autofokus ist beim spontanen Fotografieren äußerst praktisch. Das typische „analoge Kamera-Feeling“ kommt zwar weniger auf, aber gerade dadurch konnte ich mich mehr auf das Fotografieren selbst als auf die Technik konzentrieren.
Eine Kamera, die mich weitermachen ließ
Hätte ich zu Beginn eine Kamera mit mehr Eigenheiten bekommen, hätte ich die Fotografie vielleicht nicht so lange weiterverfolgt. Gerade diese „unerwartete Benutzerfreundlichkeit“ hat mich an viele Orte geführt und mir zahlreiche fotografische Erlebnisse ermöglicht.

Foto von sy
Ob auf Reisen, bei nächtlichen Spaziergängen oder in entspannten Momenten mit Freund:innen – mit dieser Kamera habe ich viele Erinnerungen festgehalten.
Am Anfang meiner analogen Fotografie war ich fasziniert davon, „welche Kamera ich benutze“. Rückblickend war aber vielleicht viel wichtiger, „wie selbstverständlich ich sie mitnehmen konnte“.

Foto von sy
Mein Großvater hat mir keine angesagte Filmkamera geschenkt. Aber heute denke ich, dass er mir eine Kamera gab, mit der ich die Fotografie weiterführen konnte.


