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photo poster project | Monochrom, das Erinnerungen fixiert. Neustart mit Gleichgesinnten in London von Mjay Lai | ISSUE #242

By cizucu ·

photo poster project | Monochrom, das Erinnerungen fixiert. Neustart mit Gleichgesinnten in London von Mjay Lai | ISSUE #242

cizucu veranstaltet weltweit Ausstellungen für Foto-Poster, bei denen man einfach Stadt und Datum wählen und teilnehmen kann – das .

Das von uns als ppp bezeichnete Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine eigene Geschichte in einem sicheren Rahmen teilen kann, und eine Gelegenheit, sich im realen Leben mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.

Für diese Ausgabe haben wir mit der Künstlerin Mjay Lai gesprochen, die am teilgenommen hat.

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Bitte stelle dich kurz vor!

Ich bin Mjay Lai, Fotografin aus Hongkong, derzeit mit Lebensmittelpunkt in London. Mit 16 begann ich, die leisen Nuancen des Alltags fotografisch einzufangen, und startete mit 21 meine professionelle Laufbahn. Seither habe ich in Hongkong und Großbritannien ein breites Spektrum an Erfahrungen in den Bereichen Fashion, Porträt und kommerzielle Fotografie gesammelt.

Mein Stil wurzelt an der Schnittstelle von Fine Art, Philosophie und Design. Besonders schätze ich die zeitlose Kraft der monochromen Bildsprache – das Objektiv ist für mich wie eine „erste Sprache“. Es ist mein Mittel, komplexe Inspirationen in greifbare Bilder zu übersetzen.

Fotografie ist für mich nicht bloß ein Medium, sondern der Versuch, Seele, Geist und Erinnerungen der Schaffenden in einem einzigen visuellen Werk zu fixieren. Ich möchte nicht nur den Moment dokumentieren, sondern das „Unsichtbare“, das die Wahrnehmung und das Denken der Betrachtenden verändert, sichtbar machen.

Was war dein Beweggrund für die Teilnahme?

Ich habe bereits in Hongkong ausgestellt, aber dies war meine erste Präsentation im Rahmen einer Fotoausstellung in London seit meinem Umzug nach Großbritannien. 
Der Hauptgrund für meine Teilnahme war der Wunsch, direkt mit dem lokalen Publikum in Kontakt zu treten und echte Verbindungen in der Londoner Kreativszene zu knüpfen. Für Künstler:innen ist die Community sowohl Quelle der Neugier als auch ein bedeutender Antrieb. 

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Diese Ausstellung ist nicht nur ein Ort, um Werke zu präsentieren, sondern auch ein Raum für interkulturellen Dialog und neue Impulse. Das hat mich zur Teilnahme bewogen.

Wie war deine Erfahrung bei der Teilnahme?

Diese Erfahrung war für mich tatsächlich wie ein „Neustart“. Nach Jahren unter dem hohen Druck von Fashion- und Werbeaufträgen hatte ich das Gefühl, beinahe ausgebrannt zu sein.
Doch durch die Teilnahme an dieser Ausstellung konnte ich meinen Fokus wieder auf das „wirklich Wichtige“ richten: die pure Freude, meine Vision zu teilen, und echte Verbindungen zu knüpfen.

Das Team und die Organisator:innen haben mich großartig unterstützt – von der reibungslosen Kommunikation bis zur sorgfältigen Betreuung fühlte ich mich durchweg wertgeschätzt.

Besonders eindrücklich war das Gallery Talk am Tag der Ausstellung. Oft bleiben Künstler:innen hinter dem Bildschirm verborgen, doch die eigene Philosophie direkt vor Menschen zu vermitteln, war eine kraftvolle Erfahrung. Ich hatte das Gefühl, wirklich gesehen und gehört zu werden und spürte die Unterstützung der Community.

Im Austausch mit der Londoner Fotoszene wurde mir erneut bewusst, dass Kunst keine Einzelleistung ist, sondern eine gemeinsame Reise. Diese Ausstellung war mehr als ein Ort für Prints – sie war eine Gelegenheit, in London Weggefährt:innen zu finden.

Warum hast du dich für dieses eine Werk entschieden?

Da das Thema „Memory (Erinnerung)“ lautete, habe ich mich für eine monochrome Analogaufnahme entschieden, die ich an den Old Harry Rocks an der Südküste Englands gemacht habe. Diese Reise war für mich eine tiefgreifende Erfahrung, und ich bin fasziniert davon, wie Silberhalogenid-Film einen flüchtigen Moment in ein „fühlbares, dauerhaftes Dokument“ verwandelt.

Die aufragenden weißen Klippen und das rhythmische Spiel der Wellen – der abstrakte Dialog dazwischen hat mich besonders angesprochen. Durch die Monochromie verzichtet die Landschaft auf die Information „Farbe“, wodurch Textur und Details hervortreten und eine gewisse Nostalgie entsteht.

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Ausgestelltes Werk

Auch heute noch kann ich die Atmosphäre jenes Tages deutlich spüren. Dieses Bild ist für mich nicht nur ein Gefäß für den Ort selbst, sondern hält auch die „Spur“ der dort verstrichenen Zeit fest – ein Behältnis für Erinnerungen. 

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, am photo poster project teilzunehmen

Mein Rat an alle, die noch zögern: Springt einfach hinein! Fotograf:innen und Künstler:innen arbeiten oft allein vor dem Bildschirm. Doch die eigene Leidenschaft in den „öffentlichen Raum“ zu tragen, hat eine besondere Kraft. Dieser Schritt lässt einen wachsen.

Was ich aus dieser Erfahrung gelernt habe: Wenn man seine Vision teilt, findet man nicht nur ein „Publikum“. Man begegnet einer Community, die einen unterstützt und Kraft gibt, weiterzuarbeiten.

Wartet nicht auf den „perfekten Moment“. Nutzt die Chance, teilt eure Seele und bringt eure Werke an einen sichtbaren Ort.

photo poster project

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