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photo poster project | Zweifel und Anfänge im Bild – Die Antwort, die ich in Taipeh fand von mei | ISSUE #238

By cizucu ·

photo poster project | Zweifel und Anfänge im Bild – Die Antwort, die ich in Taipeh fand von mei | ISSUE #238

Das von cizucu weltweit initiierte ist eine Ausstellung für Fotoposter, bei der man einfach Stadt und Datum auswählt und direkt teilnehmen kann.

Dieses Projekt, das wir als ppp bezeichnen, ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine Geschichte sicher teilen kann – und eine Gelegenheit, sich im realen Raum mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.

Für diese Ausgabe haben wir mit der Künstlerin mei gesprochen, die am teilgenommen hat.

Stellen Sie sich bitte vor!

Hallo, ich bin mei. Während der Corona-Pandemie habe ich begonnen, mich nach und nach der Fotografie zu widmen. Meistens fotografiere ich urbane Landschaften, Porträts und Stillleben, die eine Geschichte erzählen.

Was mich an der Fotografie fasziniert, ist der Wunsch, Spuren von Dingen zu hinterlassen, bevor sie sich leise verändern oder irgendwann verschwinden – als Beweis, dass sie wirklich da waren. Es macht mich glücklich, wenn ich die Welt, wie ich sie durch meine Linse sehe, mit anderen teilen kann.

Was hat Sie zur Teilnahme bewegt?

Eines Tages erhielt ich von cizucu eine Einladung zur Ausstellung. Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas unsicher. Doch tief in meinem Inneren hörte ich die Stimme: »Das ist eine seltene Gelegenheit. Ich möchte es nicht bereuen.« Also habe ich mich entschlossen, teilzunehmen.

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Ich lebe in Hongkong und dies war meine erste Ausstellung im Ausland. Intuitiv hatte ich das Gefühl, dass es eine ganz besondere und unvergessliche Erfahrung werden würde. Kurioserweise war ich etwa einen Monat vor der Ausstellung gerade erst in Taipeh gewesen – und hätte nie gedacht, so schnell wieder dorthin zurückzukehren. Diese Fügung empfand ich als schicksalhaft und dachte: »Ich möchte dieses Zusammentreffen wertschätzen.« 

Wie war Ihre Erfahrung bei der Teilnahme?

Mit etwas Nervosität machte ich mich auf den Weg zum Ausstellungsraum, doch das Team empfing mich herzlich und hörte aufmerksam zu, sodass ich mich schnell entspannen konnte.

Als ich zum ersten Mal mein eigenes Werk gerade an der Wand hängen sah – und als ich beobachtete, wie verschiedene Menschen stehenblieben und es betrachteten – spürte ich eine Mischung aus Dankbarkeit und Staunen, die mich tief berührte.

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Auch die Werke der anderen Teilnehmenden waren wirklich beeindruckend. Während der Sharing-Runde haben sich alle gegenseitig ermutigt und aufmerksam zugehört. Die Atmosphäre war herzlich und ungezwungen – gerade deshalb konnte ich mich auf jedes einzelne Foto wirklich einlassen.

Besonders gefreut hat mich auch, dass man die Fotos als Print mitnehmen konnte. Es fühlte sich an, als hätte ich ein weiteres »Souvenir« aus Taipeh – und diese Erfahrung wurde dadurch noch vollkommener und unvergesslicher.

Warum haben Sie sich für dieses eine Bild entschieden?

Dieses Foto ist eines der bedeutungsvollsten Werke, die ich in letzter Zeit aufgenommen habe, und mir persönlich sehr wichtig.

Es war ein ganz gewöhnlicher Tag im Unterricht. Während ich durch die Schule ging und das Gebäude betrachtete, drückte ich spontan den Auslöser. Genau in diesem Moment fragte ich mich: »Werde ich es bereuen, den künstlerischen Weg gewählt zu haben?«

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Ausgestelltes Werk dieser Ausstellung

Doch als ich diesen Moment festhielt, wurde mir klar: Dieses Foto selbst ist meine »Antwort« im Hier und Jetzt. Es erinnert mich immer wieder an die Unschuld des Anfangs und an die Leidenschaft, mit der ich meinen Traum verfolge. Ich hoffe, dass es mir diese Gefühle stets bewahrt. 

Für alle, die beim photo poster project zögern

Manchmal lassen sich Gefühle und Gedanken schwer in Worte fassen, aber durch Fotografie kann man auf wundersame Weise mit anderen in Verbindung treten. Das bietet genau diese Möglichkeit, neue Verbindungen zu erleben und die eigene Komfortzone zu verlassen.
Wenn du weit entfernt wohnst, ist es eine schöne Gelegenheit, die Ausstellung zum Anlass für eine Reise zu nehmen. Die Ausstellung wird so zu einer »besonderen Reise« und bereichert dich um unvergessliche Erinnerungen.

Werke haben Kraft. Vielleicht berührt dein Foto irgendwo das Herz eines anderen Menschen und löst Resonanz aus.

»Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst voranzugehen.« Der erste Schritt ist, einfach anzufangen. So kommst du deinem Traum Stück für Stück näher.

photo poster project

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