cizucu veranstaltet weltweit die Foto-Plakatausstellung , an der man teilnehmen kann, indem man einfach Stadt und Datum auswählt.
Das von uns als ppp bezeichnete Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine Geschichte in einem sicheren Rahmen teilen kann, und bietet die Möglichkeit, sich im realen Leben mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.
Dieses Mal haben wir mit dem Kreativen Kareem Berjaoui gesprochen, der am teilgenommen hat.

Bitte stellen Sie sich vor!
Mein Name ist Kareem Berjaoui. Ich bin ein autodidaktischer Fotograf mit Sitz in London. Mein Hintergrund liegt im Grafikdesign, und mein Schwerpunkt liegt auf Porträt- und Kunstfotografie.
Was war Ihr Beweggrund für die Teilnahme?
Das Porträt, das ich bei meiner ersten Teilnahme ausgestellt habe, war ein Werk, das ich schon immer gerne in Japan präsentieren wollte. Es ist eng mit meinen eigenen Erfahrungen in Japan verbunden und hat auch für die porträtierte Person eine besondere Bedeutung.

Ich habe zwar bereits Ausstellungserfahrung, aber dies war das erste Mal, dass ich meine Arbeiten außerhalb Großbritanniens zeigen konnte. Diese Gelegenheit wollte ich auf keinen Fall verpassen – es war für mich ein wahr gewordener Wunsch. Es fühlte sich an, als würde sich ein Kreis, den ich über lange Zeit gezogen habe, nun auf schöne Weise schließen.
Gab es Veränderungen für Sie durch die mehrfache Teilnahme?
Bei meiner zweiten Teilnahme hatte ich das Gefühl, dass ich die „Details“ in meinen eigenen Arbeiten bewusster wahrnehmen konnte als zuvor.
Tatsächlich habe ich beim zweiten Mal wegen des Formats der geplanten Fotopräsentation zunächst gezögert, erneut auszustellen. Doch Mina von cizucu hat mich ermutigt, und so habe ich mich getraut, das Hauptmotiv zentraler zu platzieren und neu zu beschneiden. Dadurch kamen plötzlich Qualitäten zum Vorschein, die mir vorher gar nicht aufgefallen waren – das hat mich selbst sehr überrascht.

Und inzwischen habe ich auch mehr Vertrauen darin, ein Publikum zu finden, das meiner Geschichte wirklich zuhört.
Was schätzen Sie besonders am photo poster project?
Ganz einfach gesagt: Es ist ein Ort, an dem man die „Geschichte hinter dem Bild“ wirklich vermitteln kann. Die Erfahrung, vor Publikum über die eigenen Arbeiten zu sprechen und die eigenen Motive und Gedanken zu erläutern, war für mich sehr wertvoll.

Wenn man die Geschichten anderer Kreativer hört, versteht man noch besser, wie viel Zeit und Gedanken in ihre Werke geflossen sind. Durch die persönlichen Begegnungen bekommt man einen authentischen Einblick in deren Arbeitsweise und Denkprozesse.
Falls sich die Gelegenheit ergibt, auch bei der Vorbereitung der Ausstellung mitzuwirken, kann ich das nur empfehlen. Man versteht, wie das Event organisiert wird, und gewöhnt sich ganz natürlich an den Ablauf des Ausstellungstags.
Für alle, die mit dem Gedanken spielen, am photo poster project teilzunehmen
Seien Sie stolz darauf, Ihre eigenen Arbeiten zu präsentieren. Und begegnen Sie Gleichgesinnten, die die gleiche Leidenschaft teilen. Das ppp stärkt das Selbstvertrauen, die eigenen Werke öffentlich zu zeigen, und bietet die Chance, wirklich mit dem Publikum in Kontakt zu treten.
Am Anfang mag es beängstigend wirken, aber wenn man an die „verpassten Chancen“ denkt, lohnt sich der Versuch auf jeden Fall. cizucu bietet eine sehr zugängliche Erfahrung für alle, die ihre Arbeiten in der Öffentlichkeit ausstellen möchten.
Hier gibt es keine Jury – es kommen einfach Menschen zusammen, die die Werke anderer teilen möchten. Das ist das, was ich an diesem Ort am meisten schätze.


