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photo poster project | Dein Foto wird wirklich gesehen – von iSO人物體 | ISSUE #231

By cizucu ·

photo poster project | Dein Foto wird wirklich gesehen – von iSO人物體 | ISSUE #231

cizucu veranstaltet weltweit Foto-Poster-Ausstellungen, an denen man teilnehmen kann, indem man einfach Stadt und Datum auswählt: das .

Wir nennen dieses Projekt kurz ppp – es ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine Geschichte in einem sicheren Rahmen teilen kann, und eine Gelegenheit, sich mit Kreativen aus aller Welt im realen Raum zu vernetzen.

Dieses Mal haben wir mit dem Kreativen iSO人物體 gesprochen, der am teilgenommen hat.

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Stellen Sie sich bitte kurz vor!

Unter dem Namen „iSO人物體 (iSO)“ verfolge ich seit 2025 ein fotografisches Langzeitprojekt, das dem „Wesen der Begierde“ nachspürt.

Ich interessiere mich für Ausdrucksformen von Lust, die gesellschaftlich als randständig gelten – etwa BDSM, Human Pup Play oder Latex – und betrachte sie als vielfältige Ausdrucksformen von Liebe.
Beim Fotografieren ist es mir wichtig, die fluiden Beziehungen zwischen Dominanz und Unterwerfung, Schmerz und Lust möglichst authentisch und wahrhaftig einzufangen.

Mit meinen Modellen baue ich behutsam Vertrauen und Sicherheit auf. Mein Ziel ist es, Fotografie als langfristige Praxis zu nutzen, um Fragen nach „Menschlichkeit“, „emotionaler Verbundenheit“ und „Machtverhältnissen“ zu stellen.

Wie sind Sie zur Teilnahme gekommen?

Auf das bin ich erstmals durch einen offiziellen Beitrag auf aufmerksam geworden.
Damals habe ich spontan und ohne große Erwartungen während einer Pause vorbeigeschaut – und diese Erfahrung ist mir nachhaltig in Erinnerung geblieben.

Es war mehr als eine Ausstellung: Es war ein Ort, an dem Fotograf:innen über ihre Werke in Austausch treten und sich gegenseitig in ihrem Ausdruck verstanden und gesehen fühlen konnten.

Da ich sonst vor allem auf Social Media aktiv bin, war es für mich etwas Besonderes, im physischen Raum Feedback zu erhalten und meine Arbeiten in einer Ausstellungssituation zu präsentieren. Das wollte ich erleben – und so habe ich mich zur Teilnahme entschlossen.

Wie war Ihre Erfahrung bei der Teilnahme?

Einer der größten Reize von ppp ist für mich die thematische Freiheit.

Ob Straßenkatzen, Landschaften von Reisen oder intime Porträts – jede Fotografie findet in der Ausstellung ihren Platz. Und hinter jedem einzelnen Bild steht eine Geschichte.

Besonders wichtig ist, dass dies ein „physischer Ort“ ist, an dem Fotograf:innen mit eigenen Worten ihre wahren Gedanken teilen können.

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Für mich war das kein Wettbewerb und kein Vergleich, sondern ein Dialog unter Gleichgesinnten. Warum habe ich genau in diesem Moment ausgelöst? Was habe ich beim Fotografieren gefühlt? Dieses gegenseitige Verständnis für die Hintergründe macht die Ausstellung so bereichernd.
Und vor allem hat mir diese Erfahrung auf leise, aber nachhaltige Weise Mut gegeben, mit meiner künstlerischen Arbeit und Fotografie weiterzumachen.

Warum haben Sie sich für dieses eine Bild entschieden?

Mit diesem Foto verbinde ich ein Gefühl von „Stachel“. Doch anstatt eine eindeutige Bedeutung festzulegen, wünsche ich mir, dass jede:r Betrachter:in eigene Interpretationen entwickelt.
Am Tag der Ausstellung war auch das Model anwesend. Ich wusste, dass sie mit ihrem Körper nicht ganz zufrieden war – oder genauer: dass sie die gängigen Wertvorstellungen über Körperlichkeit grundsätzlich hinterfragt.

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Ausgestelltes Werk dieser Ausstellung

Doch als das Foto im Ausstellungsraum hing, betrachtet und besprochen wurde, trat am Ende vor allem eines hervor: „Schönheit“.
Dieser Körper ist es wert, intensiv betrachtet zu werden. Und der Wert, den Fotografie für die Beteiligten schafft, lässt sich nicht in Zahlen messen – dieses Gefühl habe ich durch dieses Bild zurückerhalten.

Das ist für mich auch der größte Gewinn aus der Teilnahme am ppp: „Dein Foto ist es wert, betrachtet zu werden.“

Gerade in einer Zeit, in der KI Scheinbilder erzeugt und generierte Bilder allgegenwärtig sind, werden die mit dem eigenen Körper gemachten Erfahrungen und die gemeinsam mit dem Modell erlebten Erinnerungen immer kostbarer. Diese Überzeugung hat sich für mich durch die Ausstellung noch verstärkt.

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, beim photo poster project mitzumachen

Dein Foto ist es wert, betrachtet zu werden.
Die Geschichte hinter deinem Bild ist es wert, erzählt zu werden.

Reiche dieses eine Bild mit deinen eigenen Worten in die Welt hinaus.

photo poster project

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