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Threads Entdeckungsprojekt | find new pieces『negative space』| Begegnung mit unentdeckten Talenten | Focus #682

By cizucu ·

Threads Entdeckungsprojekt | find new pieces『negative space』| Begegnung mit unentdeckten Talenten | Focus #682

Cover photo by Lawrence Cheung

〈Meta〉 bietet mit 〈Threads〉 ein textzentriertes soziales Medium, auf dem täglich unzählige Ausdrucksformen aus aller Welt geteilt werden.

『find new pieces』ist ein kuratorisches Entdeckungsprojekt, das aus den zahllosen auf Threads veröffentlichten Werken herausragende Arbeiten selektiert und ihre Faszination im Magazin präsentiert. Jedes Mal wird ein Thema gesetzt und dazu passende Werke aus aller Welt zusammengetragen, um so auf bislang unbekannte Talente (new pieces) aufmerksam zu werden.

How to join

Auf cizucu Threads wird gelegentlich ein „Fotothema“ gepostet.
Alles, was Sie tun müssen, ist, Ihr passendes Bild als Antwort zu teilen.

Die einzige Teilnahmebedingung: Folgen Sie cizucu auf den sozialen Netzwerken 💙
Unter allen eingereichten Werken wählt die cizucu Redaktion aus
und benachrichtigt die ausgewählten Künstler:innen direkt per Nachricht!

In dieser Ausgabe präsentieren wir 18 Werke, ausgewählt aus einer Vielzahl internationaler Einreichungen.
Lassen Sie uns gemeinsam die beeindruckenden Arbeiten entdecken, die von individuellen Perspektiven und Sensibilität geprägt sind.

『negative space』

In der Fotografie ist es nicht nur das „Abgebildete“, das das Hauptmotiv hervorhebt.
Es sind bewusst gelassene Leerräume, Stille, Zwischenräume.
Gerade diese Negativräume lenken den Blick auf das Wesentliche und lassen Emotionen langsam aufsteigen.

Ein Schatten, der einsam am Himmel schwebt, die Spannung, die das Weiß einer Wand erzeugt, ein Moment, in dem Dunkelheit Konturen schärft.
Ein scheinbar leerer Raum, in dem dennoch etwas Unausgesprochenes wohnt.

Welchen Negativraum haben Sie eingefangen?
Zeigen Sie uns Ihr Bild, in dem der Raum zwischen den Dingen zu sprechen beginnt.

new pieces

Foto von Max Burgess

Max Burgess

💙 01

cizucu Redaktion
Eine weiße Schneelandschaft und eine pechschwarze Wasserfläche teilen das Bild in zwei Welten, in deren Mitte ein einzelner Schwan ruhig dahintreibt. Die Spuren im Schnee erzählen leise von vergangenem Leben. Der dunkle Negativraum hebt die Präsenz des Schwans hervor, während das Licht die Erinnerung an die Fußspuren sichtbar macht. Zwei Arten von Leere, die in diesem seltenen Werk miteinander in Resonanz treten.

Foto von 賴明宏 Oscar

賴明宏 Oscar

💙 02

cizucu Redaktion
Wellenförmige Glasabtrennungen zerteilen die Silhouette eines Reisenden rhythmisch. Die weite Leere des Bodens zieht den Blick nach unten, während ein blauer Koffer, sichtbar durch eine Lücke, einen lebendigen Akzent setzt und das Gefühl eines schwebenden Moments auf der Reise subtil einfängt. Die Architektur, die gezielt „unsichtbare Bereiche“ schafft, fungiert hier als raffinierte Bühne des Negativraums.

Foto von ZHANG

ZHANG

📷 SONY α7 IV
💙 03

cizucu Redaktion
Zwischen schwarzem Lavaboden und weitem blauen Himmel steht ein weißer Bus einsam in der Landschaft. Der große Negativraum des Himmels hebt das kleine Geschehen am Boden hervor und vermittelt zugleich Weite und Einsamkeit. Selbst die schneebedeckten Berge treten in den Hintergrund, so dominant ist die Präsenz des Himmels. Ein Werk, das durch den Maßstabs-Kontrast die Kraft des Negativraums eindrucksvoll entfaltet.

Foto von PinkBuBBle

PinkBuBBle

💙 04

cizucu Redaktion
Vor einem sanft verlaufenden Himmel steht die Silhouette einer einzelnen Straßenlaterne. Die Menge an Negativraum spiegelt die Einsamkeit des Motivs wider und lässt auch im Betrachter eine stille Leere entstehen. Ein kleiner Vogel auf der Lampe offenbart bei genauem Hinsehen das Leben im Raum dazwischen. Ein kompromissloses Bild, das die Ästhetik der Reduktion konsequent umsetzt.

Foto von rockiepatch

rockiepatch

💙 05

cizucu Redaktion
An einem vom Nebel weiß überzogenen Strand tauchen verwitterte Pfähle und eine menschliche Silhouette schemenhaft auf. Die Grenzen zwischen Himmel, Meer und Sand verschwimmen, das gesamte Bild wird zu einem einzigen großen Negativraum. Es ist nicht „nichts da“, sondern alles kehrt in die Leere zurück. Der Nebel verwischt sanft die Konturen der Existenz – eine poetische Aufnahme.

Foto von Thomas_J

Thomas_J

📷 SONY α6000
💙 06

cizucu Redaktion
Vor dem trüben Himmel einer Stadt sitzen drei Kinder eng beieinander auf einer Betonmauer. Der große, graue Negativraum hebt die Wärme der gelben Jacken hervor. Der Kontrast zwischen urbaner Kühle und menschlicher Nähe lässt den Blick immer wieder zu den Kindern zurückkehren und weckt Neugier auf das, was sie hinter der Mauer sehen.

Foto von Lawrence Cheung

Lawrence Cheung

📷 SONY α7
💙 07

cizucu Redaktion
Weiße, spiralförmige Linien füllen das Bild, in dessen linken unteren Ecke zwei Menschen eng beieinander stehen. Die monumentale Architektur fungiert als Negativraum und hebt die kleine menschliche Präsenz fast poetisch hervor. Gerade durch die Monochromie treten die Konturen der beiden klar hervor und die Zärtlichkeit verdichtet sich im weiten Weiß.

Foto von Yukihiro

Yukihiro

💙 08

cizucu Redaktion
Vor einem tiefgrünen Wald steht eine Person mit weißem Sonnenschirm klein im rechten unteren Bildbereich. Das Dunkel der Bäume fungiert als Negativraum und lässt Schirm und Kleidung leuchten. Das Spiel von Licht und Schatten auf dem Schirm verweist auf den Dialog mit der Natur und erzeugt eine stille Spannung, die eher vom „Verschwinden im Wald“ als vom „Beschütztsein“ erzählt. Ein Werk, das mit Licht und Schatten die menschliche Kleinheit thematisiert.

Foto von AinokazeKureha

AinokazeKureha

📷 NIKON D3S
💙 09

cizucu Redaktion
In einen weiten monochromen Himmel fällt ein Lichtstrahl, darunter steht die Silhouette eines Mädchens. Die gestaffelten Berge schaffen einen tiefen Negativraum und verstärken die Einsamkeit der Figur. Die Komposition, in der das Licht auf den Negativraum des Himmels trifft, wirkt wie eine Bühne, die eigens für diese eine Person geschaffen wurde – ein kraftvolles Bild, in dem der Raum zum Symbol der Segnung wird.

Foto von Namsong Han(한남송)

Namsong Han(한남송)

📷 SONY ZV-1
💙 10

cizucu Redaktion
Im weiten Negativraum einer verschmutzten Wand existieren eine Überwachungskamera und ihr Schatten. Die Kamera als „Beobachterin“ wird durch den Negativraum selbst zum „Beobachteten“ – eine ironische Umkehrung. Der Schatten spricht dabei noch deutlicher als das Objekt selbst und macht das „Fehlen“ zum eigentlichen Thema dieses Werks.

Foto von shinesnooping

shinesnooping

📷 RICOH GR IIIx HDF
💙 11

cizucu Redaktion
Im dunklen Raum leuchtet eine weiße Wandfläche, davor zieht eine Silhouette vorbei. Das Rechteck aus Licht fungiert als Negativraum und hebt die Kleinheit und Einsamkeit der Figur hervor. Die Zahl „5“ ist still im Raum verankert und die Ungewissheit des Weges regt die Fantasie der Betrachtenden an.

Foto von 林熏

林熏

💙 12

cizucu Redaktion
Vögel reihen sich auf dem Rand eines geschwungenen Dachs, während einer in den weiten Himmel aufbricht. Die Gegenüberstellung von Gruppe und Einsamkeit, Stillstand und Bewegung entfaltet sich auf der Bühne des weißen Negativraums. Das Ziel des fliegenden Vogels ist leer – und gerade diese Leere strahlt als Symbol der Freiheit. Ein Werk, in dem der Negativraum als Verkörperung von „Möglichkeit“ erscheint.

Foto von newayou

newayou

📷 APPLE iPhone 8
💙 13

cizucu Redaktion
Im tiefschwarzen Negativraum leuchtet nur der gläserne Eingang eines Gebäudes in der Ferne. Die Silhouetten eines Erwachsenen und eines Kindes sind in diesem kleinen Lichtpunkt zu erkennen. Die überwältigende Masse der Dunkelheit hebt das Licht und die menschliche Präsenz hervor und lässt stille Emotionen im Inneren aufsteigen.

Foto von



💙 14

cizucu Redaktion
Vor dem weiten Negativraum eines wolkenverhangenen Himmels stehen zwei Silhouetten eng beieinander auf einem Dach, während der Wind das Kleid wehen lässt. Dünne Stromleitungen teilen den Raum horizontal, darunter entfaltet sich die stille Welt der beiden. Die Weite des Negativraums spiegelt die Tiefe ihrer Gefühle wider – ein wunderschöner Moment, der keiner Worte bedarf.

Foto von mimeograph_uk

mimeograph_uk

💙 15

cizucu Redaktion
Vor einem tiefen, kobaltblauen Himmel ragt die Spitze eines smaragdgrünen Glasgebäudes ins Bild. Der Negativraum des Himmels und die Farbe des Gebäudes treten in einen Dialog und heben sich gegenseitig hervor. Die asymmetrische Teilung durch das Gebäude schafft rechts einen Raum, der zeigt, dass es auch in der Stadt Orte zum Atmen gibt. Ein raffiniertes Werk, in dem Farbe und Form harmonisch korrespondieren.

Foto von 編時(Amiji)/Sumeshi

編時(Amiji)/Sumeshi

💙 16

cizucu Redaktion
Eine Kiefer streckt ihre Äste weit von links ins Bild und breitet sich zwischen blauem Himmel und Quellwolken aus. Die Komposition, die nur Äste und Blätter zeigt, erinnert an die Sensibilität der japanischen Malerei im Umgang mit Negativraum. Die Wolken unten und der klare Himmel oben lassen die Äste scheinbar auf der Grenze schweben – ein wunderschöner Zufall, der dieses Werk auszeichnet.

Foto von



💙 17

cizucu Redaktion
Der großzügige Negativraum des Himmels hebt die Präsenz des Motivs leise hervor. Die Leichtigkeit des weißen Kleides und der Kontrast der kleinen Farbelemente, die in den Himmel steigen, lenken Blick und Fantasie in die Ferne. Gerade weil die Komposition nicht zu viel verrät, entstehen Emotionen und Geschichten, und der Negativraum wird selbst zum Thema.

Foto von



💙 18

cizucu Redaktion
Eine diagonale Schattenlinie teilt die weiße Wand, davor steht ein Baum mit leuchtend roten Blüten. Die doppelte Struktur aus dem großen Negativraum der weißen Wand und dem Schatten als „weiterem Negativraum“ ist originell. Gerade durch die farblose Leere wirkt das Rot der Blüten wie ein Aufschrei und fängt die Schönheit des Alltags in einer Seitenstraße eindrucksvoll ein.

Abschließend

Wie hat Ihnen diese Auswahl gefallen?

Das Thema „negative space“ eröffnet uns einen Blickwinkel, in dem das Motiv durch Reduktion erzählt wird. Gerade die nicht abgebildeten Bereiche, die gelassenen Räume und die stillen Pausen schärfen den Blick und lassen Atmosphäre und Emotionen im Bild noch deutlicher hervortreten. Die eingereichten Werke vermitteln ein Gefühl von Weite, Einsamkeit, Nachklang, Spannung und Befreiung – und zeigen die Kraft des Kontrasts.

Unentdeckte Talente (new pieces) zu finden – das ist die Aufgabe dieses Projekts. Wir hoffen, dass Ihre künstlerischen Ausdrucksformen so noch mehr Menschen erreichen.


Freuen Sie sich schon auf das nächste Thema!
Folgen Sie cizucu auf den sozialen Netzwerken und bleiben Sie gespannt 💙

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