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JIYEJI erzählt | Die geliebte Kamera und geerbte Zeit | Minolta dynax 7000i | Knowledge #486

By JIYEJI ·

JIYEJI erzählt | Die geliebte Kamera und geerbte Zeit | Minolta dynax 7000i | Knowledge #486

Cover photo by JIYEJI

Kreative, die die Fotografie lieben, erzählen von ihren Kameras und den Geschichten dahinter. In einer „Lieblingskamera“ spiegeln sich individuelle Lebensansichten und Wertvorstellungen wider. In dieser Ausgabe berichtet JIYEJI, die die Minolta dynax 7000i zu ihrem ständigen Begleiter gemacht hat.

In den letzten Jahren werden analoge Kameras nicht mehr nur als nostalgische Werkzeuge betrachtet, sondern erfahren als Medium zur Aufzeichnung von Zeit und Erinnerung eine neue Wertschätzung. Die Atmosphäre, die Leere und das Gefühl des Moments, das sich digital nicht einfangen lässt. Für JIYEJI ist die Minolta dynax 7000i ein Weggefährte, der ihr Leben und ihre Zeit begleitet hat.

Grundlegende Informationen zur Minolta dynax 7000i

Die Minolta dynax 7000i ist eine 35mm Spiegelreflexkamera, die 1988 von Minolta auf den Markt gebracht wurde. Sie zeichnet sich durch eine komfortable Bedienung mittels elektronischer Steuerung und die für Minolta typische weiche Farbwiedergabe aus. Bis heute genießt sie als klassische Autofokus-Filmkamera große Beliebtheit.

Schicksalhafte Entdeckung im Lager

Seit acht Jahren ist diese Kamera nun in meinem Besitz.
Nachdem ich meine erste Spiegelreflexkamera am Arbeitsplatz in die Hände bekam und nach einer Enttäuschung in einem Reiseunternehmen zurück in mein Elternhaus auf dem Land zog, war ich an einem Punkt, an dem ich dachte, Fotografie sei vielleicht nicht mein Weg.

Bei jedem Besuch stöberte ich aus Neugier im Abstellraum, um zu sehen, ob sich etwas verändert hatte. Auch an jenem Tag gab es keinen besonderen Grund – ich folgte einfach meiner Routine.

Foto von JIYEJI

Doch an diesem Tag war es anders. Während ich im Lager suchte, fiel plötzlich eine große Kameratasche direkt vor meine Füße.
Zu jener Zeit hatte ich gerade begonnen zu denken, dass Fotografie vielleicht nicht mein Weg sei. Es war wie eine Szene aus einem Film, als würde die Kameratasche zu mir sprechen: „Nimm mich mit.“

So wurde mir die Minolta Dynax 7000i nach all den Jahren übergeben.

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Ein Traum, geerbt vom Vater

Diese Kamera gehörte einst meinem Vater.
Obwohl sie fast 20 Jahre im Lager lag, war sie – abgesehen vom Blitz, dessen Batterie ausgelaufen war – in erstaunlich gutem Zustand. Sowohl Gehäuse als auch Objektiv funktionierten einwandfrei, und die Tatsache, dass sie noch immer fotografieren konnte, hat mich tief beeindruckt.

Es fühlte sich an, als hätte ich den „Fototraum“ meines Vaters übernommen, den er selbst nicht verwirklichen konnte.

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Nach und nach habe ich die Kamera immer intensiver genutzt, verschiedene Kombinationen ausprobiert und getestet. Das erste Objektiv, das ich verwendete, war das Minolta AF 70-210mm F4.

In Korea wird es auch „Kimbap-Objektiv“ genannt, und ich mag das charakteristische, lange röhrenförmige Design sehr.

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Obwohl es eine analoge Kamera ist, war das präzise Fokussieren auf weit entfernte Motive für mich eine völlig neue Erfahrung. Die sanfte Farbwiedergabe und das weiche Bokeh sind faszinierend und passen perfekt zu meinem reduzierten Stil. Zusätzlich verwende ich das Minolta AF 50mm f/1.4 Festbrennweitenobjektiv, um fehlende Bereiche zu ergänzen.

Gemeinsam leben, auch wenn sie zerfällt

Das Gehäuse dieser Kamera ist bekanntlich nicht besonders robust – ehrlich gesagt ist es ziemlich fragil.
Auch heute noch bröckeln Teile der Außenhülle bei jeder Berührung ab. Es fühlt sich an, als würde sie in Echtzeit langsam zerfallen. Doch gerade das ist für mich ein Beweis für die gemeinsam verbrachte Zeit.

Natürlich gibt es viele leistungsfähigere analoge Kameras. Aber ich bin mit dieser Kamera gewachsen. Heute denke ich sogar: „Wäre es nicht diese Kamera gewesen, hätte ich vielleicht nie eine Digitalkamera in die Hand genommen.“

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Gerade weil sie jederzeit kaputtgehen könnte, habe ich auf einer internationalen Auktionsplattform ein weiteres Exemplar desselben Modells gekauft und aufbewahrt.

Interessanterweise gehörte auch dieses Exemplar zuvor einem Vater aus Deutschland. Es war eine besondere Fügung, in der sich die Geschichten und Zeiten verschiedener Menschen miteinander verbinden.

Zeit festhalten

Aktuell arbeite ich an Werken zum Thema „Zeit“.
Gerade deshalb wünsche ich mir, dass diese Kamera mich noch lange begleitet. Da sie ein altes Gerät ist, wird der Tag kommen, an dem sie nicht mehr funktioniert.

Doch die gemeinsam mit dieser Kamera verbrachte Zeit ist für mich bereits ein wertvolles Werk geworden.

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Als die Kameratasche zum ersten Mal vor mir landete, dachte ich, es könnte Schicksal gewesen sein. Ein Ereignis wie aus einem Filmklischee wurde plötzlich Teil meines eigenen Lebens.
Vielleicht hatte ich damals schon das vage Gefühl, dass mich mit diesem Begleiter eine lange Reise erwartet.

Haben Sie auch schon einmal ein Gerät „zufällig“ in die Hand genommen, das Sie bis heute begleitet?

Information

JIYEJI

cizucu Managerin in Korea / Fotografin, Redakteurin, Kreatorin

cizucu:JIYEJI
Instagram:@jiyeji_20