cizucu veranstaltet weltweit Ausstellungen für Fotoposter, bei denen man einfach Stadt und Datum auswählt und teilnehmen kann: das .
Dieses von uns als ppp bezeichnete Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine Geschichte sicher teilen kann, und eine Gelegenheit, sich im realen Raum mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.
Dieses Mal haben wir mit der Künstlerin Migolta gesprochen, die am teilgenommen hat.

Stellen Sie sich bitte kurz vor!
Hallo, ich bin Miguel. In sozialen Netzwerken bin ich auch unter dem Namen aktiv.
Geboren auf den Philippinen, aufgewachsen in Großbritannien. 2022 habe ich mit der analogen Fotografie begonnen, nachdem ich mir eine gekauft habe. Der Name ist ein Wortspiel aus Miguel und Minolta.
Seit ich mit Film fotografiere, suche ich nicht mehr wie im Digitalen nach dem „perfekten Bild“, sondern nehme mir Zeit, um auch aus Fehlern zu lernen und mich mit meinen Fotografien auseinanderzusetzen. Ich bin noch nicht lange in der Fotografie, möchte aber durch verschiedene Ausdrucksformen wie Street, Dokumentation oder Studiofotografie meinen eigenen Blick weiterentwickeln.
Wie kam es zur Teilnahme?
Ich wollte meine Arbeiten ausstellen und mich direkt mit anderen Fotokünstler:innen vernetzen.
Natürlich kann man Fotos auch über soziale Medien teilen, aber die Erfahrung, Prints vor Ort zu zeigen und die Geschichten hinter den Bildern zu hören, hat eine ganz andere Intensität. Das ist ein Ort, an dem echter Austausch zwischen Fotograf:innen entsteht – etwas, das man außerhalb von Fotowalks nur selten erlebt. Als Community war das für mich sehr bereichernd.

Außerdem war es das erste Mal, dass das ppp außerhalb Asiens stattfand – das wollte ich auf keinen Fall verpassen und habe mich sofort zur Teilnahme entschlossen.
Wie war die Teilnahme für Sie?
Das Schönste war für mich, Menschen kennenzulernen. Es war inspirierend, so viele Fotografien zu sehen und zu erfahren, wie Hintergründe und Werte die jeweilige Bildsprache prägen.
Auch das Feedback zu meinen Arbeiten, die Wertschätzung und neue Perspektiven, die ich selbst nicht erkannt hätte, haben mich sehr gefreut.

Persönlich war es auch eine schöne Erfahrung, Künstlerkarten zu drucken und an Besucher:innen und andere Fotograf:innen zu verteilen. Über die Fotografie kam man ganz natürlich ins Gespräch – das hat mir wieder gezeigt, dass Fotografie wirklich ein Einstieg in die Kommunikation ist.
Warum haben Sie sich für dieses eine Bild entschieden?
Ich habe dieses Bild ausgewählt, weil es für mich das Gefühl „verblassender Erinnerungen“ gut einfängt. Mit der Zeit werden die Konturen der Erinnerung unscharf und vermischen sich – dieses Gefühl spiegelt sich für mich in diesem Foto wider.
In dem Motion-Design-Studio, in dem ich arbeite, ist eine Kultur des Experimentierens, Spielens und der Neugier sehr wichtig. Diese Haltung prägt auch meine Fotografie – ich probiere gerne frei aus. Das Bild ist sozusagen das Ergebnis eines gelungenen Experiments.

Tatsächlich war dies auch mein erster Versuch einer Doppelbelichtung auf Film. Nach der Entwicklung war ich überrascht, wie gut das Bild geworden ist.
Für alle, die mit dem photo poster project liebäugeln
Wenn du überlegst, mitzumachen: Mach es einfach!
Für alle, die ihre Herzenswerke teilen oder sich von Fotograf:innen mit verschiedensten Hintergründen inspirieren lassen möchten, ist das ppp eine großartige Gelegenheit.
Außerdem übernimmt den Druck und die Ausstellung der Poster, sodass du ohne großen Aufwand teilnehmen kannst. Vernetze dich, zeige deine Werke und lass dich inspirieren – diese Erfahrung solltest du dir nicht entgehen lassen.


