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Threads Entdeckungsprojekt | find new pieces『road』| Begegnung mit unentdeckten Talenten | Focus #673

By cizucu ·

Threads Entdeckungsprojekt | find new pieces『road』| Begegnung mit unentdeckten Talenten | Focus #673

Cover photo by Zen

〈Meta〉 bietet mit 〈Threads〉 ein textzentriertes soziales Medium, auf dem täglich unzählige Ausdrucksformen aus aller Welt geteilt werden.

『find new pieces』ist ein kuratorisches Entdeckungsprojekt, das aus den zahllosen auf Threads veröffentlichten Werken herausragende, talentierte Arbeiten auswählt und deren Faszination im Magazin präsentiert. Jedes Mal wird ein Thema gesetzt, zu dem weltweit Werke gesammelt werden, um so auf bislang unbekannte Talente (new pieces) zu stoßen.

How to join

Auf cizucu’s 〈Threads〉 wird gelegentlich ein „Fotothema“ gepostet.
Um teilzunehmen, genügt es, mit einem passenden Foto als Antwort zu reagieren.

Die einzige Teilnahmebedingung: Folge cizucu auf den sozialen Netzwerken 💙
Unter allen eingereichten Arbeiten wählt die cizucu-Redaktion aus
und kontaktiert die ausgewählten Künstler:innen direkt per Nachricht!

In dieser Ausgabe stellen wir 21 Arbeiten aus einer Vielzahl von Einreichungen aus aller Welt vor.
Lassen Sie uns gemeinsam die beeindruckenden Werke entdecken, in denen individuelle Perspektiven und Sensibilität lebendig werden.

『road』

Allein eine sich erstreckende Straße verleiht einem Foto das Flair von Aufbruch und Reise.
Kreuzungen, Steigungen, nasser Asphalt, Landstraßen im Abendlicht.
Die Straße lädt dazu ein, sich vorzustellen, was hinter der nächsten Biegung liegt – das ist ihr Zauber.

Und doch sind Begegnungen immer nur flüchtige Momente.
Das Licht auf dem vertrauten Schulweg, die Ecke, an der man sich in einer fremden Stadt verirrt, das Nachhallen eines vorbeifahrenden Autos.
Die Atmosphäre der Straße, die man fast mit Schritten, Wind und dem entfernten Klang einer Ampel spüren kann.

Solche Augenblicke überlagern sich und bewahren in der Fotografie die Zeit und Distanz dieses einen Moments.
Welche „Distanz zur Straße“ hast du eingefangen?

Zeig uns den einzigartigen Augenblick deiner road, den es nur einmal auf der Welt gibt.

new pieces

Foto von Yishih

Yishih

📷 APPLE iPhone 6
💙 01

cizucu Redaktion
Der Blick aus dem Fahrzeuginneren macht den Betrachter unmittelbar zum Teil der Kolonne. Die unbefestigte rote Erde, Staub, eine Reihe weißer Autos – obwohl die Szene in einer fernen Landschaft spielt, wirkt sie erstaunlich real. Es ist weniger eine „Straße“ als vielmehr eine „Route“, die von einer drängenden Zielstrebigkeit geprägt ist. Nicht Romantik des Reisens, sondern die Bedeutung und Schwere des Unterwegsseins werden hier thematisiert – ein kraftvolles Bild.

Foto von Michael

Michael

💙 02

cizucu Redaktion
Neben einem stillgelegten Gleis fahren zwei Menschen gemächlich mit dem Fahrrad. Die ehemalige Bahnstrecke und der heutige Weg verlaufen, getrennt durch Grün, ruhig nebeneinander. Das Gleis, das nicht mehr auf Geschwindigkeit ausgelegt ist, und die beiden, die es nicht eilig haben, teilen eine ähnliche Atmosphäre. Trotz der urbanen Kulisse scheint auf diesem Fußweg die Zeit anders zu fließen – die „Distanz zur Straße“ wird zur „Distanz zur Zeit“. Ein ruhiges, poetisches Bild.

Foto von Black_GR

Black_GR

💙 03

cizucu Redaktion
Unzählige Stahlträger reihen sich symmetrisch aneinander und bilden einen Korridor, als würde man durch das Innere eines riesigen Lebewesens fahren. Die einsame Silhouette des Fahrers im Zentrum hebt die Dimension der Konstruktion und die Kleinheit des Menschen hervor. Ob er steht oder weiterfährt, bleibt offen – diese Ambivalenz verstärkt die Vorahnung des „Jenseits“ der Straße. Ein Werk voller architektonischer Schönheit und stiller Spannung.

Foto von JaydenYu

JaydenYu

💙 04

cizucu Redaktion
Rote und weiße Lichtspuren fließen nachts über die Autobahn und zeichnen einen Bogen in Richtung Fuji. Die Langzeitbelichtung macht Zeit sichtbar und vereint die Spuren unzähliger Reisender in einem Bild. Die Komposition, in der der majestätische Fuji mit künstlichem Licht zu kommunizieren scheint, vermittelt eindrucksvoll die Dimension japanischer Straßen. Dynamik und Ruhe, Natur und Zivilisation verschmelzen zu einer beeindruckenden Aufnahme.

Foto von Ansel

Ansel

💙 05

cizucu Redaktion
Ein schmaler Feldweg schlängelt sich den Hang hinab und führt in eine im Nebel versunkene Stadt. Ob Morgennebel oder Gegenlicht – das weiche, weiße Licht hüllt die Stadt in eine traumhafte Atmosphäre. Der Kontrast zwischen dem wilden Gras im Vordergrund und den Anzeichen von Leben in der Ferne erzählt leise vom Sinn des Gehens und dem Gefühl, vom Feld ins menschliche Leben zurückzukehren. Die Wärme der Heimkehr, spürbar im Abstieg, prägt dieses Werk.

Foto von Downey Chou

Downey Chou

💙 06

cizucu Redaktion
Eine einzelne Person im schwarzen Mantel geht über einen schneebedeckten Fußweg. In einer Welt, die so weiß ist, dass selbst die Fußspuren verschwinden, besitzt nur diese Figur eine spürbare Schwerkraft. Die schräge Komposition von Fluss und Weg erzeugt eine stille Spannung, die Kälte und Stille vermittelt. Erst durch das Gehen wird ein Weg zum „Weg“. Der Schnee, der alles auslöscht, erinnert an diese einfache Wahrheit – eine winterliche Szene voller Würde.

Foto von 写施練

写施練

💙 07

cizucu Redaktion
Aus der Vogelperspektive verschlingen sich Straßen, Gleise, Parkplätze und Kreuzungen zu einem komplexen Geflecht, das an einen Organismus erinnert. Inmitten dieses präzisen Netzwerks zieht ein einzelner roter Bus seine Kurve. In der von Linien und Symbolen dominierten, sachlichen Komposition scheint nur das Rot des Busses Körperwärme zu besitzen. Die Raffinesse urbaner Planung und das stille Weiterbewegen der Menschen im Netz berühren auf besondere Weise.

Foto von 권오범

권오범

💙 08

cizucu Redaktion
Auf einem schmalen Weg, der eine goldene Steppe durchschneidet, steht eine Person im roten Oberteil. Das Rot kontrastiert mit den unzähligen Braun- und Goldtönen und verleiht der weiten Landschaft spürbare Wärme. Am Ende des Weges ist ein kleines Auto zu sehen – Mensch und Fahrzeug treten auf ihre Weise in Dialog mit der Natur. Die Wellen des vertrockneten Grases und der gerade Weg vermitteln den Klang des Windes und die trockene Luft – eine Szene voller Herbststimmung.

Foto von PinkBuBBle

PinkBuBBle

💙 09

cizucu Redaktion
Menschen laufen, sitzen am Wegesrand oder liegen auf dem Rasen – jeder existiert in seinem eigenen Tempo an diesem Ort. Die Straße ist hier kein „Weg zum Fortbewegen“, sondern ein natürlicher Treffpunkt des Lebens. Aus der Vogelperspektive spürt man die Wärme dieses Ortes. Im Grün am Fluss und sanften Licht nimmt die Straße einfach die Zeit der Menschen auf – ein Bild, das die Fülle eines Weges ohne Eile vermittelt.

Foto von tatami0908

tatami0908

💙 10

cizucu Redaktion
Ist dies eine Kreuzung in Taiwan? Motorräder füllen die Straße und stehen alle in die gleiche Richtung. Obwohl alle stillstehen, spürt man eine explosive Energie. Durch die Schwarzweiß-Umsetzung verschwinden individuelle Farben und Persönlichkeiten – übrig bleibt nur die Masse einer „bewegungsbereiten Gruppe“. Die Straße lässt Menschen warten, Menschen warten auf die Straße. In diesem Moment an der Ampel verdichtet sich der Puls der Stadt.

Foto von JiMMY☀️

JiMMY☀️

💙 11

cizucu Redaktion
Unter grauem Himmel zieht sich eine steinerne Brücke mit Geländer gerade in die Tiefe. Vom Wind bewegte Bäume, verstreute Steine, eine ferne Silhouette – alles erzählt von vergangener Lebendigkeit. Die zurückhaltenden Grautöne rufen leise Nostalgie und Melancholie hervor. Auch ohne Menschen bleibt der Weg bestehen – diese einsame Stärke berührt tief.

Foto von Azuki

Azuki

💙 12

cizucu Redaktion
Ein schmaler Kiesweg, eingefasst von Gras, verschwindet in Nebel und Licht. Keine Asphaltierung, keine Schilder – nur die Spuren beweisen, dass es ein „Weg“ ist. Gegenlicht von den Bergrücken erzeugt einen mystischen Dunst und verbirgt sanft, was dahinter liegt. Die Grenze zwischen Natur und Weg ist hier besonders schön.

Foto von hsien

hsien

💙 13

cizucu Redaktion
Geradeaus und rechts – zwei Pfeile zeigen die Richtung, während zwei in Orange gekleidete Menschen die Grenze zwischen beiden überqueren. Licht und Schatten teilen den Asphalt, die Grenze zwischen Hell und Dunkel wirkt wie eine Aufstellung zur Wahl. Aus der Vogelperspektive wird die Beziehung zwischen Pfeilen und Menschen sichtbar. Auch wenn die Straße „Geh!“ sagt, entscheiden wir selbst, wohin wir gehen. Die Freiheit des Alltags auf einem kleinen Roller leuchtet hier besonders.

Foto von Ben Chen

Ben Chen

💙 14

cizucu Redaktion
Das nasse, vom Tau aufgetaute Straßenpflaster reflektiert das Licht und verschwindet zwischen den kahlen Bäumen am Horizont. Diese Landschaft, die an Hokkaido erinnert, zeigt eindrucksvoll, wie beredt eine „fortlaufende Straße“ sein kann. Strommasten ziehen sich in gleichmäßigem Rhythmus in die Tiefe, die Perspektive wird bis zum Äußersten gedehnt. So schlicht geradeaus – und doch berührt es das Herz. Die Strenge des Nordens zwischen Winter und Frühling prägt dieses Werk.

Foto von JO SEONGGYEONG

JO SEONGGYEONG

📷 SONY α7 IV
💙 15

cizucu Redaktion
Der Himmel geht von Pink in Orange über und nimmt zwei Drittel des Bildes ein. In dieser Schönheit fährt ein Bus ruhig davon – mit den Heimwegen oder Reisen seiner Passagiere. Die Zeit, in der die Straßenbeleuchtung gerade erst beginnt, ist weder Tag noch Nacht und verstärkt das Fernweh. Die Weite des Himmels und die Kleinheit der Straße erscheinen in diesem Moment gleich wertvoll – eine unvergessliche Szene im Abendlicht.

Foto von Joshfotos

Joshfotos

💙 16

cizucu Redaktion
Der Nachthimmel, von Polarlicht durchzogen, dominiert das Bild, darunter leuchtet ein einzelnes Autoscheinwerferlicht am Horizont. Sterne, Schneefeld und eine endlose Gerade – alles verschmilzt, als führe die Straße ins Weltall. Was sucht dieses Licht unter dem weiten Himmel? Einsamkeit und Freiheit sind hier untrennbar – selten wurde dies so schön in einem Straßenfoto eingefangen. Ein Werk mit einzigartiger Kosmologie.

Foto von chiiiiiiiiii

chiiiiiiiiii

💙 17

cizucu Redaktion
Die beiden Pfeile im Vordergrund stellen die Frage dieses Fotos: Wohin gehen? Doch die Silhouette des Fahrers blickt entschlossen nach vorn und fährt über die Dreiecke, die die Schatten der Fahnen bilden. Der starke Schwarzweiß-Kontrast hebt die Geometrie der Straße hervor, die wie eine Bühnenkulisse wirkt. Auch vor einer Gabelung fahren Menschen oft einfach geradeaus – das zeigt dieses Bild eindrucksvoll.

Foto von Zen

Zen

💙 18

cizucu Redaktion
Die Schriftzeichen „人行“ sind rissig, abgeblättert und dennoch dauerhaft auf dem Asphalt. Die Geschichte unzähliger Schritte ist in den Abnutzungsspuren festgehalten. Der Perspektivwechsel, die Straße selbst als Motiv zu wählen, ist eindrucksvoll – die Textur des Asphalts und das blaugrüne Kolorit verleihen dem Bild eine besondere Schönheit. Ein Weg, der für Menschen gemacht ist, blickt hier still zu ihnen auf.

Foto von Kang.fujii

Kang.fujii

📷 FUJIFILM X-Pro3
💙 19

cizucu Redaktion
Ein gepflasterter Fußweg beschreibt einen großen Bogen und teilt sich an einer T-Kreuzung, wo eine einzelne Person steht. Ob sie sich entschieden hat oder nicht, bleibt offen – die kleine Silhouette wirkt in der geometrischen Schönheit der Straße zutiefst menschlich. Die Schwarzweiß-Abstufungen betonen die Textur des Pflasters, die Straße wird zur abstrakten Komposition. Ohne große Worte erzählt dieses Bild alles über das Stehen an einer Weggabelung – ruhig und kraftvoll.

Foto von CLori

CLori

💙 20

cizucu Redaktion
Eine von Dunkelheit umrahmte Straße, durch deren Spalt ein Lichtstrahl fällt. Nur das rote Taxi scheint in diesem Licht zu existieren. Die Distanz der Vogelperspektive betont die Einsamkeit des Autos und stellt leise die Frage nach seinem Ziel. Die Grenze zwischen Schatten und Licht wirkt wie die Trennlinie zwischen „Weg nach vorn“ und „unwiederbringlicher Vergangenheit“ – eine alltägliche Verkehrsszene wird hier zur stillen Poesie.

Foto von Brian

Brian

💙 21

cizucu Redaktion
Im Vordergrund leuchtet ein gelber Blindenleitstreifen, dahinter reihen sich rote Backsteinpfeiler, und ein Radfahrer im blauen Jackett verschwindet in die Dunkelheit. Das Zusammenspiel von Gelb, Rot und Blau verwandelt diesen unscheinbaren Durchgang in eine lebendige Bühne. Der Blindenstreifen behauptet „Hier ist der Weg“, die Backsteine erzählen von Geschichte, und der blaue Rücken fährt einfach davon – diese Überlagerung hinterlässt einen bleibenden Nachklang.

Abschließend

Wie hat Ihnen die Auswahl gefallen?

Das Thema „road“ zeigt, dass selbst die gleiche „Straße“ je nach Licht, Wetter, Tageszeit und Geschwindigkeit ganz unterschiedliche Gesichter haben kann. Die eingereichten Arbeiten vermitteln nicht nur die Sanftheit alltäglicher Wege, sondern auch die Aufregung des Reisens, den Duft nach dem Regen, die Einsamkeit und Stille der Nacht – jede:r Fotograf:in hat sich auf seine Weise mit der „Zeit der Straße“ auseinandergesetzt.

Unentdeckte Talente (new pieces) zu finden – das ist die Rolle, die dieses Projekt erfüllen möchte. Wir hoffen, dass deine Ausdrucksform so noch mehr Menschen erreicht.

Freue dich auf das nächste Thema!
Folge cizucu auf den sozialen Netzwerken und bleib gespannt 💙

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