〈Meta〉 bietet mit 〈Threads〉 eine textbasierte Social-Media-Plattform, auf der täglich unzählige Ausdrucksformen aus aller Welt geteilt werden.
『find new pieces』ist ein kuratorisches Entdeckungsprojekt, das aus den zahllosen auf Threads veröffentlichten Werken herausragende Arbeiten auswählt und ihre Faszination in unserem Magazin präsentiert. Jedes Mal wird ein Thema gesetzt, zu dem weltweit Werke gesammelt werden, um so auf neue, bisher unbekannte Talente (new pieces) aufmerksam zu machen.
How to join
Auf cizucu’s 〈Threads〉 wird gelegentlich ein „Fotothema“ gepostet.
Alles, was Sie tun müssen, ist, Ihr passendes Bild als Antwort zu teilen.
Die einzige Teilnahmebedingung: Folgen Sie cizucu auf den sozialen Netzwerken 💙
Unter allen eingereichten Werken wählt die cizucu-Redaktion aus
und kontaktiert die ausgewählten Künstler:innen direkt per Nachricht!
In dieser Ausgabe präsentieren wir 13 ausgewählte Werke aus einer Vielzahl internationaler Einreichungen.
Lassen Sie uns gemeinsam diese beeindruckenden Arbeiten entdecken, die von individuellen Perspektiven und Sensibilität geprägt sind.
『dream』
Ist ein Traum etwas, das im Schlaf erscheint,
oder ist er das Licht, das in Richtung eines noch unbekannten Morgens leuchtet?
Beides lässt sich nicht eindeutig sagen.
Gerade diese Grenze könnte das wahre Wesen des Traums sein.
Bin ich erwacht, oder dauert der Traum noch an?
Laufe ich ihm hinterher, oder hat er bereits begonnen?
Unscharfe Konturen, verschwommene Lichtreflexe, ein unbekannter Ort, der doch vertraut wirkt. Oder etwas, das man mit offenen Augen betrachtet, das aber noch keine Form angenommen hat.
Welcher Moment war es, in dem Sie den Auslöser gedrückt haben?
Bestimmt gibt es ein Bild des „Traums“, das nur Sie festhalten konnten.
new pieces

Foto von nodoka liu
nodoka liu
💙 01
cizucu Redaktion
Durch das Labyrinth aus verblichenem Beton zieht sich eine einzelne rote Linie. Ist sie eine Grenze oder ein Wegweiser zu jemand Unsichtbarem? Die Treppe scheint ins Nichts zu führen und doch weist sie den Weg. Wie eine Gasse im Traum – vertraut, aber namenlos. Zeitspuren sickern in die Wände, Konturen von Erinnerung und Realität verschmelzen. Ein roter Streifen durchbricht die graue Stille und erinnert uns daran, dass das „Jetzt“ existiert. Selbst nach dem Erwachen bleibt das Gefühl, noch immer diese Treppe hinaufzusteigen. Ein Werk, das genau dieses Empfinden hinterlässt.

Foto von 侯良和
侯良和
「夢」~ 夢,悄悄地從意識的邊緣滲進來,像一層薄霧,置換了白日裡所有的世界。 在夢裡,時間變得模糊;過去與未來互相交錯,我在不同時空中間穿梭。 醒來之後,我們往往記不清細節,只留下些微的情緒與經歷。這件作品是拍攝水中倒影而成,不是AI的作品。
💙 02
cizucu Redaktion
Eine Aufnahme, in der die Grenze zwischen Realität und Traum sanft verschwimmt. Die im Wasser reflektierte Figur scheint zwar zu existieren, ihre Konturen bleiben jedoch vage, als stünde sie in einer anderen Welt. Das Zusammenspiel von Blau und Schatten zieht in die Tiefe des Inneren und berührt Erinnerungen und Gefühle der Betrachtenden. Ein Werk, das daran erinnert, dass Träume auch ohne feste Form existieren.

Foto von Walter Leung
Walter Leung
📷 SONY α6700
💙 03
cizucu Redaktion
Der Zug fährt weiter, und im Inneren herrscht Stille. Im goldenen Licht schläft eine Person tief und fest. Ist sie auf dem Weg zu einem Ziel oder kehrt sie zurück? Das Ziel bleibt im Traum, nur der Körper reist weiter. Ein ungeschützter, schöner Schlaf, der nur im Ausnahmezustand der Reise möglich ist. Wenn geträumt wird, dann vielleicht von einer unbekannten Destination oder von Erinnerungen an einen Ort, zu dem es kein Zurück mehr gibt.

Foto von Kang.fujii
Kang.fujii
Feather in Air (2026).
Museum of Art, Hong Kong.
💙 04
cizucu Redaktion
In tiefer Dunkelheit flattert ein weißes Licht. Ist es ein Vogel oder der Traum selbst? Die Konturen verschwimmen und je mehr man sie zu fassen versucht, desto weiter entfernen sie sich. Diese Weite ist nicht bedrohlich, sondern vielleicht ein Gefäß für Träume. Das Licht ist da – klein, flackernd, aber unvergänglich. Ob wir es verfolgen oder geführt werden, bleibt unklar – doch wir können den Blick nicht abwenden.

Foto von En
En
💙 05
cizucu Redaktion
Die einst leuchtende Neonröhre hängt nun von der Decke und schwebt im Raum. Der Boden ist verfallen, die Wände blättern ab – und doch fällt weißes Licht durch das Oberlicht. Dieser Raum, in dem ausgediente Dinge ruhen, wirkt wie das Überbleibsel eines Traums oder die Stille vor seiner Entstehung. Zerfallen und doch schön. Beendet und doch voller Verheißung auf einen Neubeginn. Vielleicht ist eine Ruine der Ort, an dem die Zeit selbst träumt.

Foto von Yi-Hsuan Lin
Yi-Hsuan Lin
Gravity of the Mind
💙 06
cizucu Redaktion
Die verstreuten Bücher auf dem Boden wirken wie Fragmente von Erinnerungen und Geschichten, die aus dem Unterbewusstsein hervordringen. Die Szene, in der die Seiten offen liegen, erinnert an die vage Zeit und den Raum, die nur im Traum existieren. Fragmente, die in der Realität nicht zusammengehören, fügen sich hier zu einer harmonischen Szenerie. Vielleicht ist dies das „Traum-Leseerlebnis“, in dem Worte und Erinnerungen neu zusammengesetzt werden.

Foto von xxkuroko
xxkuroko
📷 CANON EOS R6
💙 07
cizucu Redaktion
Inmitten eines in den Himmel übergehenden Blaus schwebt eine einzelne Person. Oben oder unten, stehend oder liegend – das Gefühl von Schwerkraft ist aufgehoben. Das Haar schwingt, die Augen sind geschlossen, der Geist scheint in die Ferne zu treiben. Das Gefühl des „Fallens und Schwebens“, das nur im Traum erlaubt ist, wird hier in einem Bild eingefangen. Das Blau ist grenzenlos, es gibt keine Begrenzungen.

Foto von 陳薪凱
陳薪凱
光影_
💙 08
cizucu Redaktion
Auf dem Pflaster breiten sich undefinierbare Schatten aus. Was sie werfen mag, ist nicht sofort erkennbar. Je länger man hinsieht, desto mehr verwandeln sich die Konturen in etwas anderes. Wie Fragmente eines Traums, die Bedeutung zu haben scheinen, aber doch keine besitzen, existieren sie nur durch den Winkel des Lichts. Schatten sollten eigentlich von Körpern geworfen werden, doch in diesem Bild sind sie die Hauptakteure. Nur die verbliebenen Formen gleiten still über den Boden des Nachmittags.

Foto von Gino Cittadini
Gino Cittadini
📷 FUJIFILM X-E4
💙 09
cizucu Redaktion
Eine Statue eines bewaffneten Soldaten hält einen Schmetterling auf der Handfläche. Auf dem Helm blühen Blumen, der Sockel ist mit farbenfrohen Festdekorationen geschmückt. Ist das das spanische Fallas-Fest? Gegensätze stehen in der Hitze des Festes als eine einzige Skulptur zusammen: Gewalt und Frieden, Härte und Sanftheit, Größe und Feinheit. Eine unmögliche Kombination, wie sie nur im Traum existieren kann, erscheint unter dem realen Himmel. Wird der Schmetterling irgendwann davonfliegen oder bleibt er für immer?

Foto von CKC
CKC
📷 SONY α7C II
💙 10
cizucu Redaktion
Die Stadt versinkt im Nebel. Die Hochhäuser zeichnen nur noch Konturen, ihre Basis verschwindet im weißen Dunst. Doch die Spitzen ragen durch den Nebel in den Himmel. Städte im Traum erscheinen immer so: greifbar, aber beim Versuch, sie zu berühren, entgleiten sie wie Rauch. Die sonst laute Stadt ist verstummt und wirkt wie eine Erinnerung. Wenn die Grenze zwischen Realität und Traum verschwimmt, zeigt sich die Stadt in solcher Schönheit – das lehrt uns dieses Bild.

Foto von meiiin
meiiin
“The dream”
💙 11
cizucu Redaktion
Im Nebel tauchen verschwommene Gestalten auf. Ein Kind breitet die Arme aus und läuft in den weißen Dunst – als würde es direkt in den Traum eintreten. Die Erwachsenen stehen abseits, zögern an der Grenze. Nur das Kind überschreitet sie ohne zu zögern – weil es das Träumen noch nicht verlernt hat. In der monochromen Welt löst der Nebel sanft alle Konturen auf. Was mag sich hinter diesem Weiß verbergen?

Foto von Lizzy
Lizzy
📷 FUJIFILM X-T30 II
💙 12
cizucu Redaktion
Eine Betonbrücke teilt den Himmel, in deren Spalt Wolken gemächlich schweben. Die eigentlich nüchterne Konstruktion wird von leuchtend pinken Blüten sanft geschmückt. Hartes und Weiches, von Menschen Geschaffenes und von der Natur Gewachsenes – diese Grenzen verschmelzen in diesem Bild. Vielleicht wohnen Träume genau an solchen Orten. Etwas, das in den Zwischenräumen des Alltags blüht und nur sichtbar wird, wenn man genau hinsieht. Wenn man einen solchen Anblick erblickt, ist das vielleicht schon die Fortsetzung des Traums.

Foto von Daniel
Daniel
Dreams here are not just pretty images, they are paths to travel, skies to soar, minimal lights at the end of an immense corridor. Architecture becomes a metaphor for the process, a liminal space: the darkness is the fears and those slits of light are the ideas and desires that call us from afar. What invites us to transit, always in movement towards that clarity and to the transit through new nuances: search, get lost, try again.
In the end, more than finding a perfect dream, what remains is the mark of the path traveled, the wake of that inner journey that reveals who we are when we decide to follow what our spirit yearns for.
💙 13
cizucu Redaktion
Die unbewusste Geste, nach einem Lichtstrahl zu greifen, der in die Dunkelheit fällt. Die scheinbar unerreichbare Distanz erinnert an das vage Gefühl, das man im Traum empfindet. Während die Grenze zwischen Realität und Irrealität verschwimmt, bewegt sich der Mensch weiter, als würde er von etwas geführt. Ist dieses Licht Hoffnung oder nur eine Illusion? Gerade diese Unsicherheit, die im Moment der Berührung zu verschwinden droht, bildet vielleicht die Kontur des „Traums“.
Abschließend
Wie hat Ihnen diese Auswahl gefallen?
Das Thema „Traum“ nimmt für jede:n Betrachtende:n ganz unterschiedliche Konturen an. Die eingereichten Werke vermitteln nicht nur lebendige Sehnsüchte und Euphorie, sondern auch das Nachklingen nach dem Erwachen, noch unbenennbare Vorahnungen oder den Blick auf etwas, das man längst losgelassen glaubte. Jede:r Fotograf:in hat sich auf seine Weise mit der Distanz zum Traum auseinandergesetzt.
Unentdeckte Talente (new pieces) zu finden – genau das ist die Rolle, die wir mit diesem Projekt erfüllen möchten. Wir hoffen, dass Ihre Ausdrucksform so noch mehr Menschen berührt.
Freuen Sie sich schon auf das nächste Thema!
Folgen Sie cizucu auf den sozialen Netzwerken und bleiben Sie gespannt 💙

