cizucu veranstaltet weltweit Foto-Poster-Ausstellungen, bei denen man einfach Stadt und Datum auswählt, um teilzunehmen: das .
Das von uns als „ppp“ bezeichnete Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine eigene Geschichte sicher teilen kann – und eine Gelegenheit, sich im realen Leben mit Kreativen aus aller Welt zu vernetzen.
Dieses Mal haben wir mit dem Kreativen jaeyun_84 (장재윤) gesprochen, der bereits zweimal am teilgenommen hat. Von Tagen, an denen Fotografie als rein individuelles Hobby erschien, hin zu Erfahrungen, bei denen Worte verbinden und Begegnungen entstehen. Wir berichten über die Veränderungen, die die Teilnahme mit sich brachte.

Bitte stellen Sie sich vor!
Direkt nach meinem Militärdienst begann ich mit der Fotografie – mit einer -Kamera, die mir mein Bruder geschenkt hatte. Inzwischen bin ich seit etwa 15 Jahren als Amateurfotograf tätig.
Mit meinen Bildern möchte ich kleine Freiräume im oft routinierten Alltag schaffen – Momente, in denen man durchatmen kann. Ich sammle unscheinbare, aber schöne Szenen, denen ich beim Spazieren begegnet bin.
Was hat Sie zur Teilnahme motiviert?
Schon lange hatte ich das Verlangen, meine Fotografien irgendwo einmal auszustellen.
Doch bei meinen Recherchen hatte ich das Gefühl, dass man für eine professionelle Ausstellung „als Künstler:in erwachen“ müsse – das schien mir eine zu große Hürde. Was ich suchte, war kein Debüt als Kunstschaffender.

Ich wollte einfach nur einmal im Leben mein Foto großformatig drucken und an die Wand hängen. Das war alles.
Als ich das auf entdeckte, wusste ich sofort: Das ist es. Die entspannte Herangehensweise, Fotos als Poster zu drucken, hat mir gefallen – und vor allem, dass es die Möglichkeit gibt, über das eigene Werk zu sprechen, war für mich besonders reizvoll.
Gab es Veränderungen durch die mehrfache Teilnahme?
Bisher war Fotografie für mich ein Hobby, das ich ganz für mich allein ausübte. Vom Fotografieren über die Entwicklung und Bearbeitung bis zum Hochladen ins Netz – alles habe ich selbst gemacht.
Es war, als würde ich ein endloses Puzzle Stück für Stück allein zusammensetzen. Das hatte seinen Wert, aber manchmal fühlte es sich auch leer an.

Doch durch meine zweimalige Teilnahme am habe ich entdeckt, wie viel Freude es macht, anderen die eigenen Fotografien zu zeigen und die verborgenen Geschichten dahinter zu erläutern.
Durch die Fotografie Menschen zu begegnen und sich zu vernetzen – das hat mein Glücksempfinden enorm gesteigert.
Was macht das photo poster project für Sie besonders?
Die lockere, ungezwungene Atmosphäre – ganz ohne steife Förmlichkeit – ist für mich äußerst reizvoll.
Das größte Highlight ist für mich der „Gallery Talk“.
Es war bereichernd, nicht nur selbst vor Publikum über die eigenen Werke zu sprechen, sondern auch den Ausführungen anderer Künstler:innen aufmerksam zu lauschen.

Menschen, die das Gleiche lieben und verfolgen, kommen am selben Tag, am selben Ort zusammen – und synchronisieren sich in ihrer Leidenschaft. Das hat mich tief berührt.
Es fühlte sich an, als wäre ich zu einer ganz besonderen, wertvollen Feier eingeladen.

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, beim photo poster project mitzumachen
Wenn du Freude an Fotografie hast und davon träumst, deine Werke einmal auszustellen, dann zögere nicht – probiere es einfach aus!
Es gibt diese Momente im Leben, in denen man denkt: „Gut, dass ich es damals einfach gemacht habe.“ Für mich war die Teilnahme an dieser Ausstellung genau so ein Moment.
Seitdem liebe ich es noch mehr, dass ich fotografiere, und ich bin stolz auf meine eigenen Bilder. Und natürlich freue ich mich sehr über die wunderbaren Fotograf:innen, die ich dadurch kennengelernt habe :)


