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photo poster project | Ein Tag, an dem wir uns ganz natürlich durch Fotografie verbunden haben – von GEN | ISSUE #196

By cizucu ·

photo poster project | Ein Tag, an dem wir uns ganz natürlich durch Fotografie verbunden haben – von GEN | ISSUE #196

cizucu veranstaltet weltweit Foto-Poster-Ausstellungen, bei denen man einfach Stadt und Datum wählen und teilnehmen kann: das .

Das von uns als ppp bezeichnete Projekt ist weit mehr als eine reine Fotoausstellung. Es ist eine Community, in der jede:r seine Geschichte in einem geschützten Rahmen teilen kann – und eine Gelegenheit, sich mit Kreativen aus aller Welt im realen Raum zu vernetzen.

Dieses Mal haben wir mit dem Kreativen GEN gesprochen, der am teilgenommen hat.

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Stellen Sie sich bitte kurz vor!

Mein Name ist GEN.

Ich habe schon immer gerne fotografiert, aber als ich nach dem Berufseinstieg eine Spiegelreflexkamera gekauft habe, war ich sofort begeistert und habe begonnen, mich ernsthaft mit Fotografie zu beschäftigen.
Anfangs habe ich Freunde beim Fotografieren begleitet und mir vieles abgeschaut, aber das hat mir bald nicht mehr gereicht. Heute arbeite ich hauptberuflich im öffentlichen Dienst und fotografiere nebenbei vor allem Bewegtbild, aber auch Hochzeiten, Landschaften und Model-Shootings.

Letztes Jahr habe ich außerdem die zivile Lizenz für FPV-Drohnen erworben. In Zukunft möchte ich mein fotografisches Spektrum noch weiter ausbauen.

Was hat Sie zur Teilnahme bewegt?

Der Grund, warum ich diesmal teilnehmen wollte, war, dass ich das Gefühl hatte, den Hintergrund der Werke kennenlernen zu können.

In einer Zeit, in der generative KI weit verbreitet ist und man mit den richtigen Anweisungen praktisch jedes Bild erzeugen kann. Sicher, es ist günstiger, weniger aufwendig und vor allem effizient. Aber es fehlt die Menschlichkeit.
Was für Gedanken und Gefühle stecken hinter einem Foto? Warum wurde gerade dieses Motiv gewählt? Gerade Fotos, die menschliche Emotionen wie Freude, Spaß, Traurigkeit oder Frustration transportieren, ziehen uns an. Das ist mir in letzter Zeit besonders aufgefallen, und so wurde ich auf das Projekt aufmerksam gemacht.

Beim bekommt jede:r Teilnehmer:in Zeit, um über das ausgestellte Werk zu sprechen. So kann man die Hintergründe der ausgestellten Arbeiten kennenlernen. Ich war sehr neugierig: "So eine innovative und spannende Ausstellung gibt es also!"
Um ehrlich zu sein, wollte ich weniger, dass meine eigenen Fotos gesehen werden, sondern vielmehr die Geschichten der anderen hören – ich habe also fast als "Beobachter" teilgenommen (lacht).

Wie war Ihre Erfahrung bei der Teilnahme?

Es war eine sehr schöne Zeit.
Vor allem zwei Dinge sind mir bei dieser Ausstellung besonders in Erinnerung geblieben.

Erstens: die "Vernetzung" unter den Ausstellenden.
Das Thema war frei und jede:r durfte ein Werk zeigen. So konnte man Landschaften, Tiere, Schnappschüsse und Porträts sehen – eine große Vielfalt. Auch die Teilnehmenden waren sehr unterschiedlich: Profis aus der Foto- und Videobranche, Studierende, Hausfrauen – alle waren vertreten.

Besonders überrascht hat mich, dass das einzige verbindende Element die Liebe zur Fotografie war, und trotzdem gingen die Gespräche nie aus. So entstanden ganz natürlich neue Verbindungen.

Ich habe so viel geredet, dass mir der Kiefer weh tat (lacht). Unterschiedliches Alter, unterschiedliche Wohnorte, keine vorherigen Kontakte – solche Begegnungen sind selten.
Gerade in der heutigen Zeit sind solche "menschlichen" Gespräche wirklich wertvoll. Und selbst wer nicht so gerne spricht, kann dank der Unterstützung des Teams ganz entspannt teilnehmen.

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Zweitens: Es ist ein "Schatz an Wissen und Technik".
Bei einer Ausstellung mit so unterschiedlichen Genres konzentrieren sich Wissen und technische Fertigkeiten an einem Ort. Ich habe viele Fotos gesehen, die ich schon auf Instagram bewundert habe und mich gefragt habe: "Wie wurde das wohl aufgenommen?" – und konnte mit vielen darüber sprechen.

Für mich war dieser Raum definitiv wie eine Schatzkarte voller Entdeckungen.

Warum haben Sie sich für genau dieses Bild entschieden?

Dieses Foto habe ich bei Sonnenuntergang in Asakusa aufgenommen. Da der Ausstellungsort Asakusabashi war, habe ich es ehrlich gesagt wegen des Namens ausgewählt. ...Aber es gibt auch einen echten Grund dafür (lacht).

In meinem Hauptberuf bin ich für das Wohl von Menschen verantwortlich, was viele schöne, aber auch schwierige Momente mit sich bringt.
Gerade in solchen Zeiten, wenn ich am Abend Menschen sehe, die nach Hause gehen und ihren Tag wohlbehalten beenden, empfinde ich ein Gefühl der Erleichterung.

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Das ausgestellte Werk

Dieses Foto entstand, als ich dieses Gefühl zum ersten Mal bewusst wahrgenommen habe.

Was die Menschen auf ihrem Heimweg denken, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass sie heute wieder gesund nach Hause kommen.

Ich mag diese Zeit sehr und halte sie gerne fotografisch fest – und wenn dieses Gefühl auch nur einer Person vermittelt werden kann, dann hat sich die Auswahl dieses Fotos für mich gelohnt.

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, am photo poster project teilzunehmen

Falls Sie überlegen, auszustellen, nehmen Sie gerne ganz unverbindlich teil. Es erwartet Sie mit Sicherheit eine inspirierende Zeit.

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Auch ich habe die Teilnahme sehr genossen – nicht nur wegen der Besucher:innen, sondern auch wegen der Gespräche mit den anderen Fotograf:innen. Ich möchte auf jeden Fall wieder dabei sein und freue mich schon auf ein Wiedersehen. Dann können wir uns ausführlich austauschen.

photo poster project

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