Das von cizucu weltweit initiierte . Durch das Hochladen von Fotografien auf cizucu erhält man die Möglichkeit, an der Fotoausstellung teilzunehmen und neue Kontakte zu bislang unbekannten Fotografie-Begeisterten zu knüpfen.
Dieses Mal haben wir mit der Künstlerin Noeul Film gesprochen, die am teilgenommen hat.

Stellen Sie sich bitte kurz vor!
Ich fotografiere unter dem Namen Noeul Film.
Mich fasziniert es, das Licht, die Temperatur und die flüchtigen, emotionalen Momente des Alltags fotografisch festzuhalten. Ich strebe nach Fotografien, die nicht schnell konsumiert werden, sondern zum längeren Betrachten einladen.
Was hat Sie zur Teilnahme bewegt?
Ich habe mich gefragt, wie sich meine Fotografien, die sonst nur auf dem Bildschirm existieren, wohl verändern, wenn sie plötzlich physisch im Raum stehen – am Weg eines anderen Menschen.
Das erschien mir als Gelegenheit, meine eigenen Arbeiten aus einer gewissen Distanz neu zu betrachten. Ich wollte nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem den gesamten Prozess erleben – das war meine Motivation zur Teilnahme.

Ein weiterer wichtiger Anreiz war für mich, Werke von anderen Kreativen zu entdecken, die denselben Moment aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln fotografisch festgehalten haben.
Wie war Ihre Erfahrung bei der Teilnahme?
Als ich den Ausstellungsraum betrat, war ich überrascht von der ruhigen und warmen Atmosphäre. Obwohl ich die einzige ausländische Teilnehmerin war, fühlte ich mich dank der gemeinsamen Sprache der Fotografie vollkommen integriert und nie fehl am Platz.
Beim Betrachten der Werke, die jeweils eine eigene Perspektive einnehmen, wurde mir klar: Dieses Projekt ist weit mehr als eine Ausstellung – es ist ein Erlebnis.
Warum haben Sie sich für genau dieses Bild entschieden?
Das Foto zeigt ein Paar, das mitten in der Nacht durch eine verschneite Stadt unter einer Straßenlaterne geht. Obwohl sie gemeinsam unterwegs sind, spürte ich in ihren Silhouetten eine stille Einsamkeit, die jeder für sich trägt.
Gerade das wortlose Nebeneinandergehen ließ die Stille der Stadt noch intensiver wirken – dieses Bild hat sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt.

Auch wenn man nicht allein ist, kann man sich einsam fühlen.
Genau diesen Moment wollte ich einfangen – deshalb habe ich dieses Werk ausgewählt.
Für alle, die mit dem Gedanken spielen, am photo poster project teilzunehmen
Statt sich von Perfektion oder Ergebnisdruck leiten zu lassen, empfehle ich, einfach zu erleben, wie ein einzelnes Foto im Raum wirkt. Das bietet die Möglichkeit, die eigenen Werke in Ruhe zu reflektieren und sie im Dialog mit anderen Perspektiven neu zu entdecken.
Wenn Sie noch zögern, fragen Sie sich nicht, ob das Foto „gut gelungen“ ist, sondern ob es ein Bild gibt, das Sie gerade jetzt mit der Welt teilen möchten.


