Das von cizucu weltweit initiierte bietet die Möglichkeit, allein durch das Einreichen von Fotografien an einer kuratierten Fotoausstellung teilzunehmen und neue Kontakte zu Fotografiebegeisterten zu knüpfen.
In dieser Ausgabe haben wir mit der Künstlerin m2_m11pみなと gesprochen, die am teilgenommen hat.

Bitte stellen Sie sich kurz vor!
Mein Name ist m2_m11pみなと. Beim Lesen der Interviews anderer Teilnehmer wurde mir bewusst, dass ich eigentlich keine besondere Motivation vorweisen kann – ich fotografiere einfach aus Leidenschaft, als Hobby.
Früher reiste ich auf der Suche nach saisonalen Motiven durch verschiedene Sehenswürdigkeiten in Japan, mittlerweile fotografiere ich überwiegend in der Umgebung von Kanagawa.
Für mich ist es wichtig, einen Ort besuchen, eine Szenerie erleben und einen bestimmten Moment miterleben zu können – die Fotografie dient mir dabei fast als Vorwand, um hinauszugehen.
Was hat Sie zur Teilnahme bewegt?
Da ich nie daran gedacht hatte, an einer Fotoausstellung teilzunehmen, war dies für mich eine ganz neue Erfahrung.
Kurz bevor cizucu mich kontaktierte, hatte ich durch Nachrichten aus der Finanzbranche, in der ich arbeite, erstmals vom erfahren.
Ob ich wirklich einen Beitrag leisten könnte, war mir zunächst unklar, aber ich sah es als eine glückliche Fügung und entschied mich zur Teilnahme.

Das ist keine elitäre Fotoausstellung, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte, sondern ein Ort mit einer familiären, offenen Atmosphäre, die von der Vorbereitung bis zum Abschluss spürbar ist.
Dieser Eindruck verstärkt sich mit jeder Teilnahme.
Gab es Veränderungen bei Ihnen durch die mehrmalige Teilnahme?
Ich hege eine gewisse Faszination für Schwarzweißfotografie.
Doch wenn ich selbst fotografierte, wirkten meine Bilder oft einfach nur farblos.
Bei meiner ersten Teilnahme traf ich jemanden, der begeistert davon erzählte, wie wichtig das Spiel von Licht und Schatten in der Schwarzweißfotografie ist.
Obwohl ich das theoretisch wusste, blieb es durch das leidenschaftliche Gespräch besonders im Gedächtnis.
Eines Tages sah ich, wie das Licht durch ein Fenster fiel und einen langen Schatten auf den Boden warf.
Im nächsten Moment erinnerte ich mich an die Szenerie des und ertappte mich dabei, wie ich mit besonderem Augenmerk auf Licht und Schatten den Auslöser drückte.
Als ich das Ergebnis sah, war ich überrascht und erfreut: „So ein Bild kann ich also auch machen.“

Was fasziniert Sie am photo poster project?
Die Begegnungen beim sind vielfältig.
Ich traf jemanden, der in einem Foto mit einem Monument und einer kleinen winkenden Figur eine ganze Geschichte sah.
Jemand anderes recherchierte das Verhalten von Wildtieren und wartete stundenlang auf den perfekten Moment.
Ein weiteres Gespräch offenbarte, dass ein scheinbar professionelles Porträt mit einer Kompaktkamera aufgenommen wurde.
Wieder jemand anderes machte mich darauf aufmerksam, dass die Kombination der Bildelemente in meinem Foto wie ein Rahmen wirkt.
Und eine weitere Person zeigte mir, dass das Gleichgewicht der warmen Farbtöne in meinem Bild durch das Grün der Straßenbäume entsteht.
Diese Vielfalt an Geschichten und Perspektiven zu hören, inspiriert mich und lässt mich die Fotografie immer wieder neu entdecken.
Genau das macht für mich den Reiz des aus.
Für alle, die mit dem Gedanken spielen, am photo poster project teilzunehmen
Wer schon einmal teilgenommen hat, weiß: Beim gibt es die Möglichkeit zum Gallery Talk, bei dem man über die eigenen ausgestellten Fotografien spricht. Für mich, die nicht gerne vor Publikum spricht, ist das eine echte Herausforderung (lacht).
Doch gerade dadurch ergeben sich Gelegenheiten, anderen Teilnehmern Fragen zu stellen und unerwartete Gespräche zu führen. Vielleicht ist es auch für andere eine Option, wie ich vor allem zuzuhören und sich Zeit dafür zu nehmen.
Ein weiteres Highlight sind die »Liebesbotschaften«, mit denen sich die Teilnehmer gegenseitig Feedback und Dank aussprechen. Es ist zwar nicht immer leicht, eine Nachricht zu formulieren, aber es macht Freude, eine zu erhalten. Welche Fotos ausgestellt werden, erfährt man erst am Morgen der Ausstellung. Ich habe mir auf dem Weg zur Galerie einen ersten Eindruck notiert – das hat mir die spätere Eingabe sehr erleichtert (lacht).
Wenn es die Zeit erlaubt, empfehle ich außerdem, schon zum Aufbau zu kommen und vorher zu Mittag zu essen – so bleibt mehr Zeit für Gespräche.
Und vor allem: Erleben Sie den Moment, in dem Sie Ihrem eigenen Foto im Posterformat gegenüberstehen. Es ist ein bewegender Augenblick, den nur diejenigen erleben, die den Mut zur Teilnahme aufbringen.


