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photo poster project | Projektgründer-Interview | ISSUE #149

By cizucu ·

photo poster project | Projektgründer-Interview | ISSUE #149

Das von cizucu weltweit organisierte „photo poster project (ppp)“ bietet die Möglichkeit, durch das Hochladen eines Fotos an einer Fotoposter-Ausstellung teilzunehmen und neue Fotografenfreunde zu treffen.

ppp startete Ende Dezember 2024 und entwickelte sich innerhalb eines Jahres zu einem Projekt, das nicht nur Japan, sondern auch internationale Städte erreichte. Der Ursprung dieses Projekts liegt in der Vision eines noch nie gesehenen Zukunftsbildes, das von der Gründerin des Projekts gezeichnet wurde.

In diesem Artikel teilt Rin, die Gründerin von ppp, ihre Gedanken und Erfahrungen aus dem ersten Jahr sowie ihre Perspektiven für das kommende Jahr.

Einleitung

Hallo zusammen, ich bin Rin von cizucu! Heute feiert das photo poster project (ppp) sein einjähriges Jubiläum. Ich möchte offen darüber sprechen, warum ich dieses Projekt gestartet habe, wie das erste Jahr verlaufen ist und welche Pläne ich für die Zukunft habe. Ich schreibe dies mit dem Ziel, einen Anker zu setzen, zu dem ich auch in Zukunft zurückkehren möchte. Es wird ein langer und intensiver Text, also lest ihn, wenn ihr Zeit und Muße habt.

Nach einem Jahr hat ppp in 16 Städten in Japan, Korea und Taiwan stattgefunden, mit über 2000 teilnehmenden Kreativen und mehr als 10.000 „Liebesbotschaften“, die an die Kreativen übermittelt wurden. Im kommenden Jahr wird die Community in weiteren Ländern und Städten wachsen. In einer Zeit, in der die Welt von Digitalisierung und KI spricht, haben wir uns bewusst für reale Begegnungen entschieden, bei denen wir uns in die Augen sehen und sagen: „Das ist großartig.“

Der Aufstieg der KI und drei Schlüsselbegriffe

Die erste ppp-Veranstaltung fand am 28. Dezember 2024 in Osaka statt. Die Idee für ppp entstand etwa im Oktober desselben Jahres. Zu dieser Zeit begann ChatGPT, auch Bilder zu generieren, was die Stockfotografie-Branche, in der cizucu tätig war, stark beeinflusste. Dies führte zu intensiven Überlegungen darüber, wie wir als Unternehmen weitermachen sollten.

Die aufkommenden KI-Tools zwangen uns, über die Rolle des Menschen in einer zunehmend KI-dominierten Welt nachzudenken. Was bleibt für den Menschen, wenn fast alles von KI generiert werden kann? Was ist für uns Menschen wirklich wichtig? Und welche Rolle spielen Kreative in einer Zukunft mit KI? Diese Fragen bildeten die Grundlage für die Konzepte von ppp.

Wir identifizierten drei Schlüsselbegriffe: „Geschichte“, „Liebe“ und „Magie“. Diese Begriffe mögen zunächst ungewöhnlich erscheinen, doch sie sind das Ergebnis ernsthafter Überlegungen.

Der wichtigste Punkt ist, dass es in der Menschheitsgeschichte immer die Geschichten waren, die Menschen bewegt und Bewegungen ausgelöst haben – nicht die bloßen Ergebnisse. Egal wie präzise KI ein Bild erstellen kann, sie kann keine Emotionen oder Erlebnisse reproduzieren, die hinter einem Foto stehen. Gerade weil KI die Produktion von Ergebnissen erleichtert, wird der Wert der Geschichten, die unser Leben prägen, umso wichtiger.

In einer zunehmend isolierten Gesellschaft, in der viele Menschen keine engen Beziehungen haben, bleibt die Notwendigkeit eines Umfelds, in dem Liebe und Nähe spürbar sind, unverändert. Gleichzeitig haben wir uns an eine Welt gewöhnt, in der alles sofort verfügbar ist. Daher muss die Möglichkeit, Geschichten und Liebe zu teilen, so einfach wie „Magie“ sein.

Diese Überlegungen führten zur Entwicklung von ppp, das reale Begegnungen und den Austausch von Geschichten fördert.

Die Planung und Namensgebung des photo poster project

Die Idee, eine Fotoposter-Ausstellung zu organisieren, entstand aus dem Wunsch, Kreativen einen sicheren Raum für den Austausch zu bieten. Für viele Kreative ist die Organisation einer Fotoausstellung ein großer Schritt, der mit hohen Kosten und Risiken verbunden ist. Wir wollten diese Erfahrung so einfach wie möglich machen.

Teilnehmer können einfach ein Foto hochladen, das dann in großem Format ausgestellt wird. Die Ausstellung bietet eine freundliche Atmosphäre, in der sich Gleichgesinnte treffen können. Diese Idee wurde Ende November 2024 konkretisiert, und die erste Veranstaltung wurde nur zwei Wochen vor dem Termin öffentlich angekündigt.

Der Name „photo poster project“ wurde kurz vor der ersten Veranstaltung gewählt. Wir wollten damit ausdrücken, dass es sich um ein gemeinsames Projekt handelt, bei dem Kreative und Organisatoren zusammenarbeiten. Außerdem gefiel uns der Klang von „ppp“.

Schlaflose Nächte und finanzielle Verluste

Eine Woche vor der ersten ppp-Veranstaltung bekam ich die Grippe und verbrachte Weihnachten im Bett. Am Tag vor der Veranstaltung konnten wir die Vorbereitungen abschließen, obwohl wir bei der Druckproduktion auf viele Herausforderungen stießen. Dank der Hilfe eines erfahrenen Fotografen konnten wir die Drucke rechtzeitig fertigstellen.

Die erste Veranstaltung war finanziell ein Verlustgeschäft, aber der Anblick der ausgestellten Poster überzeugte uns, dass das Projekt erfolgreich sein würde. 22 Kreative nahmen teil, und die Veranstaltung schuf eine warme und einladende Atmosphäre, die uns ermutigte, weiterzumachen.

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Die erste ppp-Veranstaltung

Die Weiterentwicklung der Inhalte

Nach der ersten Veranstaltung führten wir neue Inhalte ein, um die Kommunikation zu verbessern, darunter „Gallery Talks“ und „Creator Cards“. Gallery Talks bieten eine Plattform, um die Geschichten hinter den ausgestellten Werken zu teilen, während Creator Cards als Kommunikationsmittel dienen.

Außerdem führten wir die Funktion „Liebesbotschaften“ ein, mit der Besucher den Kreativen persönliche Nachrichten hinterlassen können. Diese Nachrichten werden zehn Tage später zugestellt, was an die Freude erinnert, die man beim Entwickeln von Filmen empfindet.

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Yokohama

Im März 2025 präsentierten wir ppp auf der CP+, einer der weltweit größten Kamera-Events. Die Ausstellung mit 40 A2-Postern zog viel Aufmerksamkeit auf sich und half uns, das Projekt weiter bekannt zu machen.

Internationale Expansion und Rückblick auf ein Jahr

Bis August 2025 hatten wir ppp in acht Städten in Japan etabliert. Dank der Unterstützung lokaler Kreativer konnten wir die Qualität der Veranstaltungen kontinuierlich verbessern. Dies ermutigte uns, die internationale Expansion, die ursprünglich für 2026 geplant war, vorzuziehen.

Im September starteten wir in Korea und im Oktober in Taiwan. Die Resonanz war überwältigend, und wir konnten großartige Kreative und engagierte Teams vor Ort gewinnen.

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Start in Seoul

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Start in Taipeh

Ein Jahr nach dem Start von ppp blicken wir mit Stolz auf das Erreichte zurück. Das Projekt hat sich zu einer internationalen Community entwickelt, die Kreativen eine Plattform bietet, um ihre Geschichten zu teilen und sich gegenseitig zu inspirieren.

Zukunftsperspektiven

Im Jahr 2026 planen wir, ppp in weiteren Ländern und Städten zu starten. Trotz der Expansion bleibt unser Fokus darauf, mit Liebe und Respekt auf die Geschichten jedes einzelnen Kreativen einzugehen. Wir freuen uns auf die Begegnungen mit neuen Kreativen im kommenden Jahr.

Danksagung

Anlässlich des einjährigen Jubiläums möchten wir allen danken, die cizucu unterstützen: den Kreativen, den Community-Teams, den Galerien und Hotels, unseren Partnerunternehmen und Investoren, unseren Familien und Freunden sowie dem leidenschaftlichen cizucu-Team. Vielen Dank!

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