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Die Renaissance der analogen Menschlichkeit im Zeitalter der KI | Knowledge #16

By cizucu · 9. Januar 2024

Die Renaissance der analogen Menschlichkeit im Zeitalter der KI | Knowledge #16
Die Renaissance der analogen Menschlichkeit im Zeitalter der KI | Knowledge #16

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Mit dem Aufkommen neuer Technologien gingen stets auch Unsicherheiten und Ängste einher. Doch sobald die Grenzen dieser Innovationen sichtbar werden, treten die einzigartigen, essenziellen Werte des Menschseins hervor und führen zu einer erneuten Wertschätzung menschlicher Qualitäten. In diesem Beitrag beleuchten wir aus der Perspektive der „Körperlichkeit“ die Welt der Fotografie, die nur dem Menschen vorbehalten ist.

KI als körperlose Intelligenz

Künstliche Intelligenz, insbesondere maschinelles Lernen, analysiert und lernt aus riesigen Datenmengen. So wurde beispielsweise die von entwickelte KI berühmt, als sie einen menschlichen Go-Champion besiegte – ein Erfolg, der auf der Analyse unzähliger Go-Partien basierte.

Doch das „Wissen“ der KI entbehrt jeglicher körperlicher Erfahrung oder Sinneswahrnehmung. KI erkennt Muster in Daten und kann Vorhersagen treffen, doch sie ist nicht in der Lage, die physische Welt wie ein Mensch zu spüren oder zu erleben. Diese Grenzen werden etwa bei der Betrachtung von KI-generierten Bildern deutlich.

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By cizucu
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Image by yNAK

Das Potenzial körperlich erfahrener Fotografie

Analoge Techniken, insbesondere die Fotografie mit Filmkameras, sind eng mit Körperlichkeit verbunden. Vom Einlegen des Films über die Fokussierung bis zum Auslösen des Verschlusses – der fotografische Prozess ist von physischen Handlungen geprägt. Diese manuelle Arbeit ermöglicht es Fotograf*innen, eine unmittelbare und intensive Beziehung zum Motiv aufzubauen, was den Werken eine besondere Haptik und Tiefe verleiht.

Darüber hinaus schafft analoge Fotografie eine einzigartige Verbindung zu den Betrachtenden. Analoge Fotograf*innen teilen ihre Techniken und Erfahrungen, beeinflussen sich gegenseitig und fördern so die Bildung von Gemeinschaften. Ausstellungen und Workshops werden zu wertvollen Orten des Austauschs und der gemeinsamen Begeisterung. So verbindet analoge Fotografie individuelle und kollektive Erfahrungen in der realen Welt und verleiht den Werken neue Kontexte und Tiefe.

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Image by usubafilm

Die anhaltende Relevanz des Films

Die Beständigkeit der analogen Fotografie gründet sich auf das Wesen der Aufzeichnung optischer Phänomene. Auch wenn KI theoretisch in der Lage ist, optische Modelle wie Sonnenlicht zu simulieren, bleibt eine vollständige Reproduktion durch Hardware in der Praxis schwierig.

Filmfotografie hält das Licht als physisches Material fest und dokumentiert das tatsächlich Existierende. Dies unterscheidet sich grundlegend von der Vorhersage oder Simulation durch KI und begründet den einzigartigen Wert des Mediums Film. Als unverzichtbares Medium zur physischen Aufzeichnung von Licht wird die analoge Fotografie auch künftig eine bedeutende Rolle spielen.

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